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Sigmar Gabriel

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25.01.2015

Gespräch mit Pegida-Anhängern Linke und Grüne kritisieren Gabriel

„Man redet nicht mit Leuten, die das Vokabular der Nazis benutzen.“

Berlin – Politiker von Linken und Grünen haben den Dialog des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel mit Anhängern der Pegida-Bewegung kritisiert.

„Steinmeier, Maas, Fahimi und so weiter haben Recht: Man redet nicht mit Leuten, die das Vokabular der Nazis benutzen und fremdenfeindliche Parolen zulassen“, sagte Dietmar Bartsch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag, der „Welt“.

Bartsch erinnerte an den einstigen Versuch Gabriels, den früheren Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin wegen diskriminierender Äußerungen über Muslime aus der SPD auzuschließen. „Sarrazin ausschließen wollen und um Leute mit ähnlichen Positionen zu werben, ist widersprüchlich“, sagte Bartsch. Er fügte hinzu: „Die CDU lacht sich über diese Auseinandersetzung in der SPD schlapp und braucht nicht über ihre Mitverantwortung reden.“

Der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour warf Gabriel „Anbiederung“ bei Pegida vor. Die „private“ Deklarierung des Besuches in Dresden nannte Nouripour „lächerlich“. Dass Gabriel zwischen den Organisatoren und den Mitläufern von Pegida unterscheide, sei „richtig“, sagte Nouripour der „Welt“.

„Aber dann hätte er im Dialog auch klar machen müssen, dass es rassistisch ist, den Protest gegen alle möglichen gefühlten Missstände unter die Überschrift einer angeblichen Islamisierung zu stellen. So ist es aber nur ein schlechtes Anbiedern geworden, kein sinnhafter Dialog.“

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