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Hubschrauber

© Peter Kneffel über dpa

25.03.2015

Germanwings-Absturz Arbeiten an Unglücksstelle gehen weiter

Über die Ursachen für den Absturz ist auch weiterhin nichts bekannt.

Digne – Am Schauplatz der Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen laufen seit dem Morgen wieder Bergungsarbeiten. Sie werden nach den Angaben des französischen Innenministeriums „Tage oder Wochen“ dauern.

Die Wucht des Aufpralls ließ den Airbus A 320 von Germanwings laut Rettungskräften in kleinste Trümmer zerbersten. „Alles ist pulverisiert. Man kann nichts mehr auseinanderhalten“, sagte ein Feuerwehr-Leutnant der Zeitung „Le Monde“. Bei dem Absturz von Flug 4U 9525 waren am Dienstag alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Über die Ursachen ist weiterhin nichts bekannt. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird für 14 Uhr am Ort des Absturzes erwartet und will dort den spanischen Regierungschef Mariano Rajoy und Frankreichs Präsident François Hollande treffen.

Ohne Schnee, Regen oder stärkeren Wind sind die Witterungsbedingungen nach Berichten französischer Medien für die Rettungskräfte und Hubschrauber besser als zunächst befürchtet. Zentraler Ausgangspunkt in die schwer zugängliche Absturzregion ist Seyne-les-Alpes. Von dem 1200-Einwohnern-Ort aus sollen die mehr als 300 Polizisten und 380 Feuerwehrleute operieren.

In der westfälischen Stadt Haltern am See erinnerte auch am Morgen nach dem Absturz ein Lichtermeer vor dem Gymnasium an 16 Schüler und zwei Lehrerinnen, die bei dem Umglück ums Leben kamen. „Hier herrscht ein Schockzustand“, sagte ein Polizist am Morgen. Die Schüler aus der Stadt am Rand des Ruhrgebiets wollten mit der abgestürzten Maschine nach einem Spanien-Aufenthalt wieder in die Heimat zurückkehren.

Neben den wohl 67 deutschen Opfern waren auch Passagiere aus Spanien, Großbritannien, Dänemark, Australien, Israel, Mexiko, Kolumbien, Argentinien und Japan an Bord. US-Präsident Barack Obama und Papst Franziskus drückten den Angehörigen ihr Beileid aus. Beileidsbekundungen kamen auch aus zahlreichen anderen Ländern.

Nach Angaben der französischen Behörden hatte die Flugüberwachung kurz vor dem Crash noch vergeblich versucht, Kontakt zu den Piloten aufzunehmen. Erste Informationen zum Ablauf des Unglücks erwarten die Ermittler von der Auswertung eines Flugschreibers, der bereits geborgen wurde. Unklar blieb zunächst, ob der Flight Data Recorder (FDR) oder der Cockpit Voice Recorder (CVR) geborgen wurde. Das erste Gerät zeichnet technische Daten zum Flug auf, das zweite registriert Geräusche in der Pilotenkabine.

„Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass dieser schnelle Höhenverlust des Flugzeugs für den Augenblick unerklärt bleibt“, sagte der Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, dem Fernsehsender BFM TV. Um 11 Uhr wollte sich Robin bei einer Pressekonferenz äußern. Seine Behörde nahm wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung Ermittlungen auf.

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