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28.11.2009

Genitalverstümmelung bei Frauen soll härter bestraft werden

Berlin – Baden-Württemberg und Hessen bringen eine Bundesratsinitiative auf den Weg, mit der die Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen künftig wirksamer und härter bestraft werden kann. Wie das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ vorab berichtet, soll die Initiative Anfang kommender Woche beschlossen werden, am 18. Dezember soll sich der Bundesrat erstmals damit befassen. „Schon Mitte nächsten Jahres könnten wir auf einen eigenen Straftatbestand zurückgreifen, der uns eine wirksame Strafverfolgung von Genitalverstümmelungen ermöglicht“, erklärt der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll. Wer sich „an solch unmenschlichen Praktiken beteiligt“, müsse danach mit einer Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren rechnen, so Goll. In Deutschland sind nach Schätzungen ungefähr 20000 Frauen, überwiegend afrikanischer Abstammung, von Genitalverstümmelungen betroffen.

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