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„Geißböcke besiegen Hertha in Unterzahl

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10.03.2012

1. Bundesliga „Geißböcke“ besiegen Hertha in Unterzahl

Tor von Clemens zum 1:0-Sieg – Rot für Jajalo, Podolski und Kobiashwili.

Köln – Drei Rote Karten gab der Polizeibeamte Guido Winkmann und wurde damit ungewollt zur Hauptfigur des hektischen Abstiegsduell. Beim 1:0 (1:0) des 1. FC Köln gegen Hertha BSC sprach der 38 Jahre alte Schiedsrichter Platzverweise gegen Mato Jajalo wegen eines Foulspiels (66.) sowie gegen Levan Kobiashwili und Lukas Podolski (75.) aus. Der Berliner Kapitän und der deutsche Nationalspieler waren einem Tumult in der hitzigen Schlussphase mit einem aggressiven Handgemenge mehrerer Spieler beteiligt.

Die Kölner errangen schließlich in Unterzahl einen wichtigen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten. Das Tor von Christian Clemens in der 36. Minute bedeutete für die Gastgeber den ersten Heimsieg in der Rückrunde, nachdem sie zuvor in den vergangenen drei Monaten nur in Kaiserslautern gewonnen und nur vier Zähler aus sieben Rückrundenspielen geholt hatten. Im ständigen Pfeifkonzert gegen Winkmann verteidigte der „Geißbock“-Klub in der dramatischen Schlussphase den ersten Heimsieg gegen Hertha nach drei Niederlagen seit 2003. Die Hektik begann, als Winkmann dem eingewechselten Jajalo „Rot“ wegen eines Foulspiels an Kobiashwili zeigte. Diese Entscheidung empfanden die Rheinländer als viel zu hart.

Für die Berliner blieb nur die bittere Erkenntnis: Auch mit Otto Rehhagel als Trainer dauert es wohl länger, sich aus der Gefahrenzone zu befreien. Eine Woche, nachdem mit dem 1:0 gegen Bremen eine zwölf Spiele andauernde Serie ohne Sieg zu Ende gegangen war, hinterließ die Hertha einen desolaten Eindruck.

Podolski der Beste – Hertha harmlos

Trainer Stale Solbakken hatte seine Mannschaft nach dem 1:1 in Hoffenheim auf zwei Positionen umgestellt. Milivoje Novakovic stand ebenso wieder zur Verfügung wie der zuletzt gesperrte Sascha Riether, für die Jajalo und Odise Roshi auf die Ersatzbank mussten. Rehhagel änderte die Elf, die Bremen bezwungen hatte, indem er als Spitze Pierre-Michel Lasogga für Ramos brachte. Vor 48.000 Zuschauern bestimmten die Gastgeber weite Teile der Partie. Der FC überraschte seine Fans, weil er das Spiel machte, was ihm zuletzt selten gelungen war. Dabei halfen ihm aber das schwache Team aus der Hauptstadt.

Slawomir Peszko vergab nach Vorarbeit von Lukas Podolski und Novakovic die erste Torchance nach sechs Minuten. Weitere Tormöglichkeiten für Köln vergaben Clemens (20.), Pedro Geromel (26.) und vor allem Novakovic. Der ehemalige Torjäger entwickelte sich zum „Chancentod“, viermal ließ der Slowene hochwertige Möglichkeiten liegen (26., 40., 60.). Fast alle gefährlichen Aktionen liefen über Podolski im ersten Heimspiel, nachdem sein Wechsel zum FC Arsenal konkrete Formen annahm.

Am 1:0 war der 26-Jährige aber nicht in der entscheidenden Phase beteiligt. Ein Versuch von Roman Hubnik, den Ball aus dem Berliner Strafraum zu schlagen, misslang, der Ball kam zu Miso Brecko, der Clemens anspielte. Der Junioren-Nationalspieler zog blitzschnell aus 13 Metern ab und befreite die Gastgeber von den Zweifeln, überhaupt noch Tore im eigenen Stadion schießen zu können. Hertha sorgte in der ersten Hälfte nur zweimal für Gefahr vor dem Kölner Kasten. Hubnik und Lasogga prüften FC-Torwart Michael Rensing mit Kopfbällen (31., 42.). Zur Halbzeit reagierte Rehhagel und brachte Ramos für Lasogga und Änis Ben-Hatira für Tunay Torun in das harmlose Team. Doch besser entscheidend wurde die Offensive der Berliner dadurch nicht. Die Riesen-Chance zum Ausgleich hatte in der 89. Minute Änis Ben-Hatira, doch der Berliner verzog knapp.

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