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Gedenken der Opfer der Bombenangriffe

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13.02.2012

Dresden Gedenken der Opfer der Bombenangriffe

Hunderte Menschen beteiligen sich an einer Andacht und einem Mahngang.

Dresden – Hunderte Menschen haben in Dresden der Opfer der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg gedacht und an die Gräuel der NS-Diktatur erinnert. 100 Menschen beteiligten sich am Montag an einer Friedensandacht in der Frauenkirche, die bei den Angriffen vor 67 Jahren zerstört und nach der Wende wieder aufgebaut worden war. Mehr als 500 Menschen starteten laut Polizei am Mittag zu einem Gedenkrundgang “Täterspuren”, der in der Altstadt zu Wohnorten und Wirkungsstätten von Nazi-Größen führen sollte.

Im Laufe des Tages sollte es weitere Andachten und Mahnwachen geben. Als zentrale Veranstaltung war eine Menschenkette um die Altstadt geplant, zu der mehr als 10.000 Teilnehmer erwartet wurden, darunter auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD), die Bundesspitze der Grünen, Linke-Chefin Gesine Lötzsch und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Die rechtsextreme sächsische NPD kündigte an, der städtischen Gedenkfeier am Heidefriedhof erstmals fern zu bleiben.

Die Parteispitze der Grünen wollte mit ihrer Teilnahme an den Anti-Neonazi-Protesten in Dresden ein Zeichen gegen den Rechtsextremismus setzen. Es solle deutlich werden, dass “in dieser Stadt Rassismus, Rechtsextremismus, Islamophobie und Homophobie keinen Platz haben”, sagte die Parteivorsitzende Claudia Roth.

Die Dresdner erinnerten am Montag an die Zerstörung der Stadt durch alliierte Bombardements am 13. Februar 1945. Tausende wollten auch gegen einen geplanten Neonazi-Aufmarsch protestieren, zu dem am Abend bis zu 2.000 Rechtsextreme erwartet wurden. Seit Jahren missbrauchen Rechtsextreme das Gedenken an die Opfer der Bombardements für ihre Zwecke.

Im Februar 2011 war es bei Protesten gegen Neonazi-Aufmärsche zu schweren Krawallen gekommen, bei denen mehr als 100 Polizisten verletzt wurden. Das will die Polizei in diesem Jahr verhindern und hat ein hartes Vorgehen gegen Gewalttäter angekündigt. 6.000 Polizisten aus mehreren Bundesländern sollen für Sicherheit sorgen.

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