newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Oliver Malchow GdP
© GdP

GdP „Stellvertreterkrieg“ falsches Wort für gewalttätige Demonstrationen

„Stellvertreterkrieg ist, glaube ich, das völlig falsche Wort.“

Berlin – Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, widerspricht seinem Kollegen von der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, bei der Einschätzung der Ausschreitungen zwischen Kurden und IS-Sympathisanten. „Stellvertreterkrieg ist, glaube ich, das völlig falsche Wort“, sagte Malchow am Donnerstag im Gespräch mit dem Sender „hr1“.

Wendt hatte im Zusammenhang mit den gewalttätigen Demonstrationen, insbesondere in Hamburg, von einem drohenden Stellvertreterkrieg gesprochen. Malchow sieht das anders: „Die Auseinandersetzungen, die wir hatten, sind sehr massiv, aber Krieg findet in Syrien und der Osttürkei statt, nicht hier in Deutschland, und deswegen verbietet sich dieser Begriff.“

Allerdings zeigte sich Malchow ebenfalls besorgt über die Gewaltausbrüche und nannte sie „nicht akzeptabel“. Er befürchtet, „dass diese Ausschreitungen, wenn sie nicht gestoppt werden, negative Auswirkungen auf unsere momentane Willkommenskultur gegenüber den Flüchtlingen haben werden“.

In diesem Zusammenhang mahnte der GdP-Vorsitzende erneute „Unterstützung der Politik“ bei der Ausstattung der Polizei an. „Wir können nicht akzeptieren, dass an etlichen Stellen Polizei abgebaut wird und wir hier Schwierigkeiten haben, solchen Lagen längerfristig Herr zu werden.“

09.10.2014 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

Corona-Krise Polizeigewerkschaft und Kommunen beklagen „Regelungswut“

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund und die Deutsche Polizeigewerkschaft beklagen in der Corona-Pandemie eine "Regelungswut", die die Vollzugsbeamten überfordere und die Akzeptanz in der Bevölkerung verliere. ...

Rechtsextreme Polizei-Chats Staatsanwälte beantragen sechs Strafbefehle gegen Mitglieder

Im Skandal um rechtsextreme Chats bei der Polizei in Essen und Mülheim/Ruhr will die Staatsanwaltschaft Duisburg elf Strafverfahren abschließen. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe) aus Justizkreisen erfuhr, haben die Staatsanwälte beim Amtsgericht ...

Debatte um Görlitzer Park Monika Herrmann für härteres Vorgehen in der Rigaer Straße

Strafjustiz am Limit Richterbund fordert neuen Rechtsstaatspakt

"Querdenken"-Demos Polizeigewerkschafts-Chef fordert generelles Verbot

Richterbund Mehr als 10.000 Eilverfahren und Klagen gegen Corona-Auflagen

Bericht Verfassungsschutz befürchtet Terror von Corona-Leugnern

Corona-Pandemie Trotz Lockdown 20 Millionen Überstunden bei deutscher Polizei

Gewerkschaft der Polizei Nicht genügend Bundespolizisten für Schutz von Impfstoff

Coronavirus Zahl infizierter Bundespolizisten steigt stark an

"November-Lockdown" Neun von zehn Eilanträgen abgewiesen

Corona-Leugner-Demonstrationen Polizei sieht sich von Gerichten und Politik allein gelassen

Verlängerung des Teil-Lockdowns Gewerkschaft der Polizei warnt vor unfriedlichen Weihnachten

Coronavirus Berliner Gericht schmettert Eilanträge gegen Lockdown ab

Bundeskriminalamt Nach Anschlag in Wien Razzien in Deutschland

BDVR Verwaltungsgerichte gut für Klagewelle gerüstet

Bericht Großrazzia wegen Kinderpornografie in vier Bundesländern

Missbrauch Kinderschutzbund begrüßt Urteil im Fall Bergisch Gladbach

Komplex Bergisch Gladbach Angeklagter zu 13 Jahren Haft verurteilt

Tödliche Messerattacke in Berlin Tatverdächtiger stellt sich

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »