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Gasofen

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06.04.2014

Gazprom Vize-Chef sichert Versorgungssicherheit zu

„Gas ist keine Waffe, es ist eine Ware.“

Berlin – Der russische Energiekonzern Gazprom versichert trotz der anhalten politischen Spannungen in Osteuropa die Sicherheit russischer Gaslieferungen. „Wir halten unsere vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Deutschland ein“, sagte Alexander Medwedew, Vize-Chef des weltgrößten Gaskonzerns, in einem Interview mit dem „Handelsblatt“.

Die Exportmengen seien in langfristigen Verträgen fest vereinbart. Wenn Gazprom seine Verpflichtungen nicht erfülle, müsse der Konzern „hohe Strafen bezahlen“. „Welchen Sinn hätte es, wenn wir auf die Einnahmen aus dem Gasexport verzichten würden?“, fragte Medwedjew, der als Chef von Gazprom-Export verantwortlich für das Europa-Geschäft ist.

Seit Beginn der Krim-Krise sorgen sich Deutschland und andere europäische Staaten um die Zuverlässigkeit der russischen Gaslieferungen. So beziehen europäische Nationen knapp 30 Prozent ihres Gases aus russischen Quellen. Führende Politiker fürchten, dass Russland aus politischen Gründen die Lieferungen drosseln könnte, und fordern eine Reduzierung der Abhängigkeit.

Mit Medwedew äußerte sich erstmals ein Manager des Konzerns in einem Interview mit einer westlichen Zeitung zu den Ängsten: „Gas ist keine Waffe, es ist eine Ware“, sagte er. „Wir sind daran interessiert, diesen Brennstoff zu verkaufen, um im Interesse unserer Anteilseigner Geld zu verdienen.“

Er reagierte verärgert auf die Vorwürfe aus dem Westen. Gazprom fühle sich „in Europa zeitweise aggressiv und manchmal sogar ungerecht behandelt“.

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