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Sigmar Gabriel

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23.05.2012

Geringverdiener Gabriel fordert Mindestlohn

„Zustände wie im 19. Jahrhundert.“

Berlin – SPD-Chef Sigmar Gabriel hat die Einführung eines Mindestlohns gefordert. „50 Stunden Arbeit, um nicht beim Staat betteln zu müssen – das sind Zustände wie im 19. Jahrhundert! Dagegen hilft nur ein gesetzlicher Mindestlohn für alle“, sagte er der „Bild“-Zeitung (Mittwochsausgabe).

Hintergrund ist eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), wonach fast ein Viertel aller Geringverdiener in Vollzeit in Deutschland mehr als 50 Stunden pro Woche arbeitet, um die Existenz zu sichern. Im Durchschnitt seien sie 45 Stunden pro Woche im Einsatz – zwei Stunden mehr als alle anderen Vollzeitkräfte. Das sei nicht nur ein sozialpolitisches Problem sondern ziehe auch mögliche gesundheitliche Schäden der Beschäftigten mit sich, sagte Studienautor Karl Brenke der „Berliner Zeitung“.

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