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Borussia Dortmund investiert in die Zukunft

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31.01.2012

Futuristischer Footbonaut Borussia Dortmund investiert in die Zukunft

Millionen-Betrag für neue Fußball-Halle – Zorc: “Eine gute Sache”.

Düsseldorf – Der fünf Meter hohe Käfig ist mit Tornetzen behängt und mit acht Ballwurfmaschinen ausgestattet. Rund um das 14 mal 14 Meter große Spielfeld blinkt und piept es. Mit bis zu 120 km/h kann dank des Footbonauten jeder erdenkliche Schuss simuliert werden. Mit der futuristisch anmutenden Anlage hat Meister Borussia Dortmund einmal mehr in die Zukunft investiert. “Wir haben zum einen ein vernünftiges Agreement mit den Entwicklern gefunden. Zum anderen ist es spannend zu sehen, dass das nicht nur Spielerei ist und dann vielleicht in die normalen Trainingsabläufe zu integrieren ist”, sagte Sportdirektor Michael Zorc der Nachrichtenagentur dapd.

Für den BVB, der mit zwei überzeugenden Siegen in die Rückrunde gestartet ist, ist es der nächste Coup im neuen Fußballjahr. Zunächst landeten die Dortmunder Anfang Januar mit der Verpflichtung des Gladbacher Shootingstars Marco Reus die Transfer-Überraschung der Winterpause, am Montag folgten die Vertragsverlängerungen von Zorc und Meistertrainer Jürgen Klopp. Und die Investition eines siebenstelligen Euro-Betrags in die in Deutschland entwickelte Anlage unterstreicht die Ambitionen des BVB, auch abseits des grünen Rasens Nachhaltigkeit zu schaffen.

Der Bau auf dem Trainingsgelände in Brackel sei laut Zorc bereits fertig. Nur die Lieferung einiger “elektronischer Teile” aus Japan habe sich wegen der Katastrophe von Fukushima verzögert. Der Footbonaut soll im Februar oder März fertig sein und zunächst im (Bild) Jugendbereich eingesetzt werden. Laut Zorc funktioniere der Footbonaut ein wenig wie eine Ballmaschine beim Tennis. “Zunächst kommen Bälle, dann optische Signale. Dann muss man den Ball in sehr kurzer Zeit verarbeiten und in ein Ziel, das aufgezeigt wird, schießen oder passen. Damit können Handlungs- und Reaktionsschnelligkeit verbessert werden”, sagte Zorc, der wie Klopp seinen Kontrakt beim BVB vorzeitig bis 2016 verlängerte. In Sachen Footbonaut gehen die Meinungen der beiden allerdings ein wenig auseinander. “Ich bin da immer ein bisschen konservativ, der Trainer etwas euphorischer. Wir wollen erst einmal schauen und das prüfen. Aber ich glaube, dass es eine gute Sache ist”, sagte Zorc.

Eine gute Sache ist für den BVB das Erfolgsduo Zorc/Klopp. Zorc, seit 1978 im Verein, gehört bereits zum Inventar des Deutschen Meisters und reduzierte gemeinsam mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke seit 2005 die Verbindlichkeiten von einst 180 Millionen auf deutlich unter 60 Millionen Euro. Und seit Klopps Amtsantritt geht es in Dortmund auch sportlich stetig bergauf. Zunächst wurde der “TV-Bundestrainer” nach seinem Amtsantritt 2008 mit der Borussia Sechster, dann Fünfter und im vergangenen Jahr schließlich Meister. Lediglich international ist noch Luft nach oben. Dem Aus in der Europa League folgte 2011 der bittere Abgang aus der Champions League, Dortmund beendete die Gruppenphase als Tabellenletzter.

Trotzdem scheint der BVB inzwischen attraktiver als Rekordmeister Bayern München. Denn neben dem gebürtigen Dortmunder Reus, der sich gegen den FC Bayern und für seine Heimatstadt entschied, sollen die Münchner auch Interesse an Klopp gehabt haben. Das begehrte Cottbuser Talent Leonardo Bittencourt entschied sich ebenfalls für den Meister, wo Klopp Spieler wie Nuri Sahin, Mario Götze oder das 350.000-Euro-Schnäppchen Shinji Kagawa zu Stars formte. Und auch Sponsoren rennen der Borussia die Bude ein: Der deutsche Sportartikelhersteller Puma wird den Traditionsverein ab dem 1. Juli 2012 ausrüsten. Ebenfalls ein Deal mit Blick für die Zukunft, denn der Kontrakt läuft mindestens bis 2020.

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