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Für Schalke immer an die Schmerzgrenze

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23.02.2012

Kyriakos Papadopoulos Für Schalke immer an die Schmerzgrenze

Schalkes Defensivspezialist Papadopoulos debütierte mit 15 in Griechenlands erster Liga.

Gelsenkirchen – Er hat etwas von einem Wunderkind. Kyriakos Papadopoulos debütierte im Alter von 13 Jahren in der ersten Mannschaft des Viertligisten Svoronos, wurde 2007 von Olympiakos Piräus verpflichtet und mit 15 Jahren jüngster Debütant aller Zeiten in der ersten griechischen Fußball-Liga. Mit scheinbar unbändigem Willen schaffte der Teenager das – eine Eigenschaft, die Felix Magath imponierte. Der damalige Schalker Trainer verpflichtete den Defensivspezialisten 2010.

„Wenn du in jedem Spiel an deine Schmerzgrenze gehst, dann akzeptieren und honorieren das die Fans. Mich macht das auch ein bisschen stolz, dass ich vom Publikum so große Zuneigung spüre“, sagte Papadopoulos. In der laufenden Saison ist „Papa“ unumstritten beim DFB-Pokalsieger, nur ein Bundesliga-Spiel verpasste er. Gesetzt ist er auf seiner Lieblingsposition in der Innenverteidigung, er spielt aber auch einen guten Sechser vor der Abwehr.

Die Einstellung des Profis passt perfekt nach Schalke. Das Talent wurde ihm, wie es immer so schön heißt, in die Wiege gelegt. Seine Mutter Elena war griechische Meisterin über 100 m Hürden, sein Vater Nikos spielte ebenfalls Fußball. Die Mutter und Bruder Pavlos haben Papadopoulos zunächst nach Gelsenkirchen begleitet, jedes Training beobachtet und sind bei fast jedem Heimspiel dabei. „Sie sind meine größten Kritiker“, sagte Papadopoulos mit einem Lächeln. Am Donnerstag, mit dem Zwischenrunden-Rückspiel der Europa League gegen Viktoria Pilsen, feierte Papadopoulos auf dem Rasen seinen 20. Geburtstag; die Familenfeier musste warten.

Als Papadopoulos in seinem Heimatklub Svoronos debütierte, war sein Vater Nikos Klub-Präsident. 2008 und 2009 gewann er mit Piräus jeweils das Double und weckte bereits mit 16 Jahren bei der U19-Europameisterschaft 2008 das Interesse von Manchester United. Doch der junge Grieche entschied sich zwei Jahre später für Schalke, wo er dann gleich den DFB-Pokal gewann. In Griechenland ist der Defensivspieler längst ein Star. Im Sommer 2011 debütierte er in der griechischen Nationalmannschaft und erzielte beim 3:1-Erfolg gegen Malta prompt ein Tor. „Das war ein unvergessliches Erlebnis für mich“, sagte Papadopoulos.

Vollgas in jeder Trainingseinheit – das bekam auch schon einmal Julian Draxler zu spüren. Papadopoulos ging bei einem Zweikampf so energisch zur Sache, dass Draxler einen Fußballschuh austauschen musste, weil dieser nicht mehr zu gebrauchen war. Auf Schalke fühlt sich der Jungprofi mit der großen Erfahrung wohl und hat seinen Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2015 verlängert – ohne Ausstiegsklausel, was für Schalke von großer Bedeutung war. Die Konkurrenz schläft schließlich nicht.

Die Familie hat ihm die Integration zweifellos erleichtert. Auch mit der deutschen Sprache macht der junge Grieche Fortschritte. Im Sommer will er sein erstes Interview auf Deutsch geben. Dafür übt Kyriakos Papadopoulos auch mit seinem Mannschaftskollegen Hans Sarpei. Vor der Videokamera las „Papa“ auf Deutsch die besten Sprüche von Sarpei vor.

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