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Fünfter Titel für Vos – Belgier dominieren Männer-Rennen

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29.01.2012

WM Fünfter Titel für Vos – Belgier dominieren Männer-Rennen

Vos nun alleinige Rekordsiegerin bei den Frauen – Walsleben bei Albert-Triumph Neunter.

Düsseldorf/Koksijde – Mit dem fünften Triumph von Marianne Vos und einem belgischen Dreifacherfolg bei den Männern sind die Radcross-Weltmeisterschaften in Koksijde über die Bühne gegangen. Die Niederländerin Vos stieg in Abwesenheit der deutschen Cross-Königin Hanka Kupfernagel zur alleinigen Rekordsiegerin auf. Das Eliterennen der Männer war mit dem Triumph von Niels Albert vor seinen beiden Teamkollegen Rob Peeters und Kevin Pauwels vor rund 60.000 begeisterten Zuschauern eine rein belgische Angelegenheit.

Die deutschen Athleten spielten bei den Titelkämpfen an der belgischen Nordseeküste keine Rolle. Philipp Walsleben, im Vorjahr noch beim Heimspiel in St. Wendel Fünfter, musste sich 2:25 Minuten zurück mit dem neunten Platz begnügen. “Ich bin natürlich sehr zufrieden. Ein Aufwärtstrend ist spürbar”, sagte Walsleben. “Ich hatte einen guten Tag und bin gut durch den Sand gekommen”, ergänzte der 24-Jährige, der in Kleinmachnow aufgewachsen und mittlerweile im belgischen Aarschot beheimatet ist.

Bei den Frauen reichte es für Gesa Brüchmann aus Nordheide mit einem Rückstand von 3:30 Minuten nur zum 17. Platz. Allerdings fehlte in Kupfernagel auch das deutsche Aushängeschild. Die 38-Jährige, die 2000, 2001, 2005 und 2008 den Titel geholt hatte, verzichtete wegen gesundheitlicher Probleme in der Vorbereitung auf einen Start in Koksijde.

So war der Weg für Superstar Vos frei. Die Allrounderin hatte im Ziel 37 Sekunden Vorsprung auf ihre Teamkollegin Daphny van den Brand und der Belgierin Sanne Cant. Damit hat die 24-Jährige ihre eindrucksvolle Erfolgsbilanz weiter aufgebessert. Auch im Straßen- und Bahnradsport hat sie bereits WM-Titel gesammelt. Zudem holte sie bei den Olympischen Spielen in Peking Gold im Punktefahren.

Eine klare Angelegenheit war auch das Männerrennen. Albert lag im Ziel 24 Sekunden vor Peeters und eine halbe Minute vor Pauwels. Titelverteidiger Zdenek Stybar spielte bei den belgischen Festspielen – auch die Plätze vier bis sieben ging an die Lokalmatadoren – keine Rolle.

Am Samstag hatte der Niederländer Lars van der Haar das U23-Rennen vor dem Belgier Wieste Bosmans sowie seinem Landsmann Michiel van der Heijden gewonnen. Michael Schweizer (Wangen im Allgäu) kam als 23. ins Ziel. Bei den Junioren holte sich der Niederländer Mathieu van der Poel, Enkel der Rad-Legende Raymond Poulidor, den Titel. Die Plätze zwei und drei belegten Wout van Aert (Belgien) und Quentin Jauregui (Frankreich). Silvio Herklotz (Berlin) wurde Siebter.

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