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Freiburg bejubelt „ersten Streich

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21.01.2012

Fußball Freiburg bejubelt „ersten Streich“

Der neue Cheftrainer hat ein goldenes Händchen – 18 Jahre alten Siegschützen Ginter eingewechselt.

Freiburg – Neuer Trainer, neues Glück: Der SC Freiburg hat unter seinem neuen Cheftrainer Christian Streich wieder Hoffnung im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga geschöpft. “Das war der erste Streich”, jubelte Präsident Fritz Keller nach dem 1:0 (0:0) seines Sport-Clubs im Kellerduell gegen den FC Augsburg. Streich hatte bei seinem Einstand gleich ein goldenes Händchen: In der 69. Minute wechselte er Matthias Ginter ein, der bei seinem Bundesliga-Debüt zwei Minuten vor dem Ende und zwei Tage nach seinem 18. Geburtstag das Siegtor köpfte.

“Die Mannschaft hat mutig Fußball gespielt. Ich freue über diesen Auftritt. Wichtig ist, dass wir als Gemeinschaft eng zusammen stehen”, sagte Streich, der die gesamte Partie stehend und gestikulierend an der Seitenlinie verfolgte und sein Team immer wieder nach vorne beorderte. Ginter bekam dagegen Interviewverbot erteilt. “Der Junge hat in drei Monaten Abitur, man sollte ihn in Ruhe lassen”, begründete Streich die Maßnahme und warb um Verständnis.

Durch den Sieg zogen die Freiburger an den Gästen vorbei auf Platz 17 vor. Die Augsburger waren bedient. “Ich bin sehr enttäuscht”, sagte Trainer Jos Luhukay und Manager Andreas Rettig erklärte nach der Schmach an seiner ehemaligen Wirkungsstätte: “Wir haben alles vermissen lassen und keine Leidenschaft gezeigt.”

Die Freiburger, die sich in der Winterpause von Trainer Marcus Sorg und sechs Profis um Kapitän Heiko Butscher getrennt sowie Top-Torjäger Papiss Demba Cisse an den englischen Premier-League-Klub Newcastle United verkauft hatten, waren vor 19.600 Zuschauern die eindeutig bessere Mannschaft und sorgten zum Rückrundenauftakt für den erhofften Neuanfang. Die beste Chance in der ersten Halbzeit hatte Oliver Sorg. Der Kapitän der zweiten Mannschaft, der wie Ginter in der Bundesliga debütierte, scheiterte in der 36. Minute an Augsburgs Torhüter Simon Jentzsch. Auch bei einem Distanzschuss von Johannes Flum kurz vor der Pause war der Gäste-Keeper auf der Hut. Zudem blieb Anton Putsila zweimal in aussichtsreicher Position in der Augsburger Abwehr hängen.

Streich bot eine neu formierte Freiburger Mannschaft auf. Die Neuzugänge Fallou Diagne und Michael Lumb standen in der Startelf. Die dritte Winter-Verpflichtung Sebastian Freis saß dagegen zu Beginn auf der Bank, statt des Ex-Kölners bekam Erik Jendrisek nach dem Abgang von Cisse den Vorzug im Sturm. Nicht aufbieten konnte Streich seinen neuen Kapitän Julian Schuster, den ein entzündeter Nerv plagt, sowie den zum Afrika-Cup abgestellten Garra Dembele. Bei Augsburg fehlte Neuzugang Jan Moravek. Der 22-Jährige, der vom Ligakonkurrenten Schalke 04 ausgeliehen wurde, laboriert an einer Zerrung im Oberschenkel.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Freiburger die bessere Mannschaft. In der 54. Minute kam Jendrisek gegen Jentzsch einen Schritt zu spät. Makiadi verfehlte mit einem Kopfball aus zehn Metern knapp das Tor (69.). Sechs Minuten später rettete Jentzsch gegen den eingewechselten Stefan Reisinger. Dann schlug die Stunde von Ginter. Nach einem Freistoß von Lumb sorgte er mit seinem Kopfball in der 88. Minute für den erlösenden Treffer.

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