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Frauen und Migranten profitieren

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17.04.2012

Anonymisierte Bewerbungsverfahren Frauen und Migranten profitieren

Antidiskriminierungsstelle zieht positive Resonanz nach Pilotprojet.

Berlin – Anonymisierte Bewerbungsverfahren ohne Angaben zu Namen, Geschlecht, Alter und Familienstand nutzen besonders Frauen und Migranten. Dies ergab die Auswertung eines Pilotprojekts der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), wie ADS-Leiterin Christine Lüders am Dienstag in Berlin sagte. Entscheidend sei die Qualifikation der Bewerber gewesen, nicht ihr Aussehen oder ihre Herkunft.

An dem Projekt hatten sich von November 2010 bis Dezember 2011 fünf Unternehmen und drei öffentliche Arbeitgeber beteiligt. Dabei wurden 246 Stellen besetzt. Insgesamt hatten sich mehr als 8.550 Bewerber gemeldet. Bewerben konnten sie sich unter anderem bei der Deutschen Post DHL, der Deutschen Telekom, dem Kosmetikunternehmen L’Oréal und dem Bundesfamilienministerium.

Auch Personalabteilungen zufrieden

Das Fehlen der persönlichen Angaben in den Bewerbungsunterlagen habe für die Mehrheit der Personalverantwortlichen kein Problem dargestellt, sagte Lüders. Viele Beteiligte hätten positiv bilanziert, dass nun intern über Reformen der bisherigen Rekrutierungspraxis nachgedacht werde.

Einige Arbeitgeber wollen weiter mit Teil- oder Voll-Anonymisierungen arbeiten. „Das ist ein gutes Signal für eine neue Bewerbungskultur in Deutschland“, sagte Lüders.

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