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Energiekonzern warnt vor Stromausfall durch Atomausstieg

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26.01.2012

Mestrallet Energiekonzern warnt vor Stromausfall durch Atomausstieg

Deutscher Alleingang kritisiert – Frankreich hält an Atomkraft fest.

Düsseldorf – Der Vorstandschef des französischen Energiekonzerns GDF Suez, Grard Mestrallet, hat Deutschlands Alleingang beim Atomausstieg kritisiert und vor Stromausfällen in Europa gewarnt. “Das Risiko eines Blackouts ist größer geworden, und zwar auch für andere Länder”, sagte Mestrallet dem in Düsseldorf erscheinenden “Handelsblatt”.

Durch den milden Winter sei es bisher nicht zu Engpässen gekommen, sagte Mestrallet. “Wenn der nächste Winter kälter wird, wird es schon schwieriger, die acht abgeschalteten Kernkraftwerke in Deutschland zu ersetzen”, erklärte der Chef des zweitgrößten europäischen Energieversorgers.

Mestrallet sagte, er respektiere die deutsche Entscheidung für den Ausstieg aus der Atomkraft. “Schade ist nur, dass Deutschland sich entschieden hat, ohne sich mit den Nachbarn und Partnern auszutauschen”, kritisierte er. Für die Stabilität des Stromnetzes sei “eine gewisse Solidarität zwischen europäischen Ländern nötig”.

GDF Suez werde an der Atomkraft festhalten, betonte Mestrallet. “Wir glauben an einen diversifizierten Energiemix, in dem auch die Kernenergie eine Rolle spielt”, sagte er. Der Konzern wolle weiter ein Zehntel seines Stroms mit Atomkraft produzieren.

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