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Finanzviertel von Moskau

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27.01.2015

Bericht Finanzmanager von russischem Agenten ausspioniert

Es sei vor allem um die Finanz- und die Energiewirtschaft gegangen.

Frankfurt – Ein hochrangiger Mitarbeiter eines internationalen Finanzhauses ist sechs Jahre lang von einem russischen Agenten ausspioniert worden. Wie das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) berichtet, traf sich der Manager mit dem Diplomaten innerhalb dieser Zeit mehr als 50 Mal in Frankfurt, ohne von dessen Agentenstatus zu wissen.

Bei den verdeckten Beschaffungsanträgen sei es demnach vor allem um die Finanz- und die Energiewirtschaft gegangen, etwa um Sanktionen gegen Banken und die deutsche Energiewende. Schließlich schaltete sich das Bundesamt für Verfassungsschutz ein und enttarnte den Agenten.

Rund 400 russische Beamte in Deutschland sind im Besitz eines Diplomatenausweises; der Verfassungsschutz geht davon aus, dass ein Drittel davon einen Agentenstatus hat.

Erst am Montag haben US-Behörden einen mutmaßlichen russischen Spionagering in New York auffliegen lassen. Drei Verdächtige sollen sensible Informationen gesammelt und nach Moskau weitergeleitet haben, heißt es in der Klageschrift des US-Justizministeriums. Auch hierbei ging es um Bankensanktionen und neue Energiequellen.

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