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Deutsche Bank

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19.02.2013

Zusammenschluss Deutsche Bank bündelt Kräfte für Vermögende

Kahlschlag bei den Mitarbeitern soll vermieden werden.

Frankfurt – Das weitere Zusammenwachsen von Sal. Oppenheim mit dem Mutterkonzern Deutsche Bank nimmt Formen an. Den Startschuss dürfte nach Informationen der Tageszeitung „Die Welt“ das Geschäft mit den Reichsten der Reichsten markieren: Die auf Dienste für Family Offices spezialisierte Oppenheim Vermögenstreuhand (OVT) soll mit der Deutsche-Bank-Tochter Wilhelm von Finck Deutsche Family Office verschmolzen werden. Die Gespräche zwischen beiden Gesellschaften seien weit gediehen, hieß es in Finanzkreisen.

Entstehen soll der Marktführer für entsprechende Dienstleistungen, alle drei Standorte bleiben nach den bisherigen Überlegungen erhalten. Auch ein Kahlschlag bei den Mitarbeitern soll dem Vernehmen nach vermieden werden – anders als es bei der Integration von Sal. Oppenheim insgesamt befürchtet wird. OVT betreut von Köln aus mit knapp 50 Mitarbeitern die Geldanlage-Einheiten wohlhabender Familien. Sie übernehmen beispielsweise die Finanzbuchhaltung und überwachen die Veränderung der Vermögen. Auf die gleiche Klientel konzentriert sich die Wilhelm von Finck Deutsche Family Office, die mit ähnlich vielen Mitarbeitern in München und Frankfurt arbeitet.

Es spreche viel für einen Zusammenschluss, heißt es in Finanzkreisen. Die beiden Töchter arbeiteten mit denselben Kunden, böten aber unterschiedliche Dienstleistungen. Im Hintergrund wurden dem Vernehmen nach schon detaillierte Planspiele angestellt. Die offizielle Entscheidung soll aber erst im Sommer fallen.

Sal. Oppenheim bestätigte die Überlegungen, bleibt aber zurückhaltend: „Die Möglichkeiten einer Zusammenführung von OVT und Wilhelm von Finck werden derzeit geprüft“, so eine Sprecherin. Es sei nichts entschieden.

Als entsprechende Gerüchte erstmals die Runde machten, fürchteten Arbeitnehmervertreter den Verlust der rund 50 Arbeitsplätze bei der OVT. Angeblich soll das in den jetzt diskutierten Konzepten kein Thema mehr sein. Allenfalls einzelne Stellen stünden zur Disposition, um Doppelfunktionen zu vermeiden.

So glimpflich wird es für die übrigen Beschäftigten von Sal. Oppenheim nicht ausgehen. Arbeitnehmervertreter erwarten inzwischen allerdings, dass weniger als die zunächst befürchteten 500 Arbeitsplätze wegfallen werden. Um die Einschnitte weiter zu mildern, läuft eine Idee der Belegschaftsvertreter nach Informationen der „Welt“ auf eine Gesamtlösung mit der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS hinaus.

Anders als bei der Kölner Privatbank seien bei der DWS im Backoffice viele Mitarbeiter im richtigen Alter für eine Vorruhestandsregelung, sagten Belegschaftsvertreter. So könne Platz für eine erhebliche Zahl von Oppenheim-Beschäftigten geschaffen werden. In Konzernkreisen wurden solche Überlegungen bestätigt. Allerdings hätten die Gremienverhandlungen noch nicht begonnen.

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