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Ratgeber - Franchise

© Friedrich.Kromberg / W.J.Pilsak / CC BY-SA 3.0

19.05.2010

Wirtschaft Franchise – Was ist das eigentlich?

Geschäftskonzept gegen Gebühr.

Wer Franchise hört, wird vermutlich zuerst an den Konzessionsverkauf denken, obwohl dieser korrekt Franchising genannt wird. Bei diesem Modell stellt ein Anbieter ein Geschäftskonzept gegen eine Gebühr zur Nutzung bereit. In Deutschland werden beispielsweise sämtliche Fast food-Läden über dieses Konzept abgewickelt. Die Franchisenehmer dürfen dabei meist Warenzeichen, Waren- oder Geschmacksmuster nutzen.

Der Vorteil besteht darin, dass es sich um ein erprobtes und vielfach erfolgreiches Konzept handelt, so dass die Investition mit vermeintlich geringem Risiko verbunden ist. Der Franchisenehmer agiert rein rechtlich selbständig, über die Franchise-Gebühren werden die einheitliche Ausstattung, die Verwendung des Namens und ein einheitliches Vertriebssystem abgedeckt.

Eigenbeteiligung bei Versicherungen ist auch Franchise

Franchise hat aber auch noch andere Bedeutungen. So bezeichnet man etwa die Eigenbeteiligung bei Versicherungen, wie etwa bei der Kfz- oder Krankenversicherung ebenfalls als Franchise, allerdings nutzt kaum jemand die englische Bezeichnung.

Damit aber nicht genug, Franchise gibt es auch im Medienbereich. Dort bezeichnet es das geistige Eigentum, das als Marke in mehreren Bereichen zum Zwecke der Vermarktung zum Einsatz kommt. Erfinder dieses Konzepts war Walt Disney, heute gehört es zu den wichtigsten Marketingkonzepten. Gerade beim Merchandising spielt es eine wichtige Rolle, findet jedoch oftmals nicht geplant statt, sondern erst wenn ein Film oder ein Buch besonders erfolgreich war.

Noch unbekannter ist allerdings eine weitere Bedeutung von Franchise. In Nordamerika gibt es zwar auch das Ligensystem, allerdings sind diese zahlenmäßig begrenzt und man kann nicht auf- oder absteigen. Die aktiven Teams werden als Franchises benannt und sind in weit größerem Umfang als in Europa weniger als Sportmannschaften, denn mehr als Wirtschaftsunternehmen anzusehen. Sie sind Eigentum von Privatpersonen, können verkauft und so auch durchaus ihren Standort ändern.

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