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19.08.2015

Forsa-Chef SPD-Schwäche auf fehlende Alternative zu Merkel zurückzuführen

Im aktuellen „Stern“-RTL-Wahltrend verharren die Sozialdemokraten bei 23 Prozent.

Berlin – Forsa-Chef Manfred Güllner sieht einen Hauptgrund für die derzeit mauen Umfrageergebnisse der SPD in einer fehlenden Alternative der Sozialdemokraten zu Kanzlerin Angela Merkel (CDU): „Die anhaltende Schwäche der SPD dürfte zum großen Teil darauf zurückzuführen sein, dass sie zu Angela Merkel keine überzeugende Alternative bieten kann“, sagte Güllner dem „Stern“.

Mit 43 Prozent wäre die Union derzeit allein so stark wie SPD, Grüne und Linke zusammen. Eine „Mehrheit links der Mitte“, wie sie einst Willy Brandt ausmachte, sei momentan nicht in Sicht, weil die niedrigen Werte der SPD das linke Wählerlager dezimierten.

„Bei einer Wahlbeteiligung von 70 Prozent würden jetzt nur 30 Prozent aller Wahlberechtigten für SPD, Grüne oder Linke stimmen“, so Güllner, „bei der Abwahl Helmut Kohls im Jahr 1998 waren es fast 43 Prozent.“ Damit wäre Rot-Rot-Grün so schwach wie noch nie, seit es gesamtdeutsche Wahlen gibt. Im aktuellen „Stern“-RTL-Wahltrend verharren die Sozialdemokraten bei 23 Prozent.

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