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Foodwatch attackiert Deutsche Bank

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31.01.2012

"Gebrochenes Versprechen" Foodwatch attackiert Deutsche Bank

Verbraucherorganisation spricht von “PR-Trick” beim Ausstieg aus Geschäften mit Agrarrohstoffen.

Berlin – Foodwatch wirft der Deutschen Bank vor, ihr Versprechen über einen schnellen Beschluss zum Ausstieg aus der Spekulation mit Agrarrohstoffen zu brechen. Entgegen der Zusage, bis Ende Januar zu entscheiden, wolle die Bank nun “in den kommenden Monaten eine umfassende Studie zum Thema” erarbeiten, teilte die Verbraucherorganisation am Dienstag mit.

“Die Ankündigung der Deutschen Bank war offensichtlich nur ein PR-Trick, um die Öffentlichkeit zu beruhigen”, sagte Geschäftsführer Thilo Bode. Die Vorwürfe seien unberechtigt, sagte dagegen ein Sprecher der Deutschen Bank auf Anfrage der dapd. “Von ‘auf Zeit spielen’ kann überhaupt keine Rede sein”, sagte er.

Im Dezember hatte die Deutsche Bank bestätigt, dass eine Foodwatch-Studie über die Auswirkungen von Investments in Agrarrohstoffe geprüft werde. Im Zentrum stehen dabei Index-Fonds, die Preisentwicklungen bei Rohstoffen nachbilden. Foodwatch zufolge hatte die Deutsche Bank eine Entscheidung über diese Geschäfte bis Ende Januar zugesagt. Das Finanzinstitut selbst hatte den Zeitpunkt aber nicht offiziell bestätigt.

“Während die Deutsche Bank angeblich prüft und Studien erarbeitet, sterben Menschen in den ärmsten Ländern an Hunger – auch wegen der Spekulationsgeschäfte der Deutschen Bank”, kritisierte Bode nun. Er forderte eine schnelle Entscheidung. “Die Tatsachen liegen auf dem Tisch, die Belege für die schädlichen Auswirkungen der Spekulation sind überwältigend.” Statt von anderen einen Beweis für die Schädlichkeit der Geschäfte einzufordern, müsse die Bank diese vorsorglich beenden oder deren Unschädlichkeit selbst nachweisen.

Die Deutsche Bank konterte dagegen, die “höchst konträren Positionen zu diesem Thema” müssten abgewogen werden. Dass man sich soviel Zeit für die Prüfung nimmt, zeige, wie ernst die Sache genommen werde, sagte der Sprecher. “Gründlichkeit geht hier vor Schnelligkeit. Sie ist schlicht im Interesse der Sache.”

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