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Polizei

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06.05.2012

Zwickauer Terrorzelle Polizeipanne verhinderte früheren Zugriff

Wichtiger Zeugenhinweis nicht verfolgt.

Berlin – Eine bislang unbekannte Polizeipanne hat die Entdeckung der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) im Frühjahr 2009 offenbar verhindert. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet, wurde bei den Ermittlungen zum Mord an der Polizistin Michèle K. am 25. April 2007 ein wichtiger Zeugenhinweis nicht verfolgt.

Laut „Focus“ vernahmen die Fahnder zwei Jahre nach dem Verbrechen den Schausteller Josef L., der zur Tatzeit auf der Theresienwiese in Heilbronn gearbeitet hatte. Der 58-Jährige erklärte, ihm sei am Tag vor dem Mord ein Wohnmobil aufgefallen, das „direkt neben dem Stromverteilerhäuschen“ gestanden habe, dem späteren Tatort.

Unmittelbar nach dem Mordanschlag war bei der Ringalarmfahndung ein Wohnmobil mit Chemnitzer Kennzeichen erfasst worden. Damals galt das Auto als unverdächtig, eine Überprüfung der Halterdaten unterblieb.

Durch die Zeugenaussage vom 2. April 2009 bekam die Spur eine neue Qualität. Doch die Beamten der Soko „Parkplatz“ stellten laut „Focus“ zwischen dem Wohnmobil am Tatort und dem bei der Fahndung registrierten Auto keinen Zusammenhang her. Die Überprüfung des Nummernschilds hätte zu einem Chemnitzer Wohnmobil-Verleih geführt. Dort hatte der NSU-Terrorist Uwe B. das Fahrzeug unter falschem Namen gemietet und seine Handynummer hinterlegt. Das Telefon fand sich später im Zwickauer Haus des Trios.

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