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Flughafenbetreiber prüft juristische Schritte

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16.02.2012

Streik Flughafenbetreiber prüft juristische Schritte

200 Vorfeldbeschäftigte zu Arbeitsniederlegung aufgerufen – Lufthansa streicht rund 100 Flüge.

Frankfurt/Main – Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport prüft juristische Schritte gegen den am (heutigen) Donnerstag von 15.00 bis 22.00 Uhr geplanten Streik der Vorfeldmitarbeiter. Noch sei aber nicht entschieden, ob das Arbeitsgericht angerufen werde, sagte ein Sprecher von Fraport auf Anfrage. Allein die Lufthansa habe rund 100 Flüge gestrichen. Reisende könnten auf der Internetseite überprüfen, ob ihre Flüge betroffen seien, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft.

Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) will den Streik auch am Freitag fortsetzen, wenn es zu keiner Einigung kommt, wie Matthias Maas, Sprecher der GdF, sagte. Die Vorfeldbeschäftigten seien dazu aufgerufen, von 8.00 bis 22.00 Uhr ihre Arbeit niederzulegen. “Mir wäre aber am liebsten, wenn Fraport heute einlenkt”, sagte Maas.

Die Gewerkschaft will Fraport mit dem Streik dazu zwingen, den Schlichterspruch in den Tarifverhandlungen anzunehmen.

Fraport hatte die Streikandrohung als nicht nachvollziehbar bezeichnet und angekündigt, mindestens die Hälfte der Flüge zu gewährleisten.

Laut GdF könnte die Arbeitsniederlegung den Flugverkehr am wichtigsten deutschen Drehkreuz zum Erliegen bringen. “Wir gehen davon aus, dass wir die Fraport in massive Schwierigkeiten bringen werden”, hatte Bundesvorstandsmitglied Markus Siebers am Mittwoch in Berlin gesagt.

Bei dem Tarifstreit geht es um die Beschäftigten in der Verkehrszentrale, der Vorfeldkontrolle und der Vorfeldaufsicht. Ohne sie wird die Aufrechterhaltung des Flugverkehrs schwierig. Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen hatte der frühere Hamburger Bürgermeister Ole von Beust als Vermittler in der Schlichtung einen Kompromiss vorgeschlagen, der unter anderem spürbare Gehaltserhöhungen vorsah. Die GdF nahm die Empfehlung an, Fraport lehnte sie ab.

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