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Flughafen steht 24 Stunden Streik bevor

© dapd

19.02.2012

Frankfurt Flughafen steht 24 Stunden Streik bevor

Gewerkschaft kündigt erneuten Ausstand an.

Frankfurt/Main – Reisende am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main müssen sich am Montag wegen eines erneuten Streiks auf Verspätungen und Flugausfälle einstellen. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) rief die Mitarbeiter auf dem Vorfeld zu einem 24-stündigen Ausstand auf, der um 5.00 Uhr beginnen soll. Der Flughafenbetreiber Fraport will trotzdem einen Großteil der Verbindungen aufrechterhalten, wie ein Sprecher am Sonntag auf dapd-Anfrage sagte. Demnach soll mindestens die Hälfte der etwa 1.250 geplanten Flüge stattfinden.

Als Begründung für den erneuten Streik nannte die GdF die “starre Haltung” des Flughafenbetreibers in den Tarifverhandlungen. Dies lasse der Gewerkschaft “keine andere Wahl, als den Arbeitskampf mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln weiterzuführen”.

Fraport beklagt “extrem hohe” Forderungen der Gewerkschaft

“Wir fordern die GdF auf, umgehend diese Haltung aufzugeben und an den Verhandlungstisch zurückzukehren”, erklärte dagegen ein Fraport-Sprecher. Sein Unternehmen sei jederzeit zu Verhandlungen bereit, wenn die GdF Kompromissbereitschaft zeige und den Streik beende. “Die überzogenen Forderungen und die starrsinnige Haltung der GdF gehen zulasten der Passagiere, Fluggesellschaften und unserer Mitarbeiter – das muss ein Ende haben”, sagte der Sprecher.

Fraport habe bereits erhebliche Zugeständnisse an die rund 200 Mitarbeiter auf dem Vorfeld gemacht. So sei das Unternehmen bereit, die Beschäftigten in der Vorfeldkontrolle auf dem Niveau des Münchner Flughafens zu entlohnen, wo die GdF erst kürzlich drastische Erhöhungen durchgedrückt habe.

Für die Mitarbeiter der Verkehrszentrale und der Vorfeldaufsicht seien “die Forderungen im Verhältnis zu vergleichbaren Tätigkeiten in anderen Bereichen so extrem hoch, dass sie in keiner Relation mehr zu diesen stehen”, sagte der Sprecher. Fraport müsse auch an die übrigen rund 19.000 Beschäftigten am Flughafen denken.

Wegen Streiks waren bereits am Freitag auf dem Frankfurter Flughafen rund 300 von 1.300 Flügen ausgefallen. Fraport hatte den Schlichterspruch des früheren Ersten Bürgermeisters von Hamburg, Ole von Beust (CDU), abgelehnt, während die GdF zugestimmt hatte. Der Vorschlag sah unter anderem starke Lohnerhöhungen, eine Laufzeit von vier Jahren und die Anstellung der Vorfeld-Beschäftigten in einer neuen Gesellschaft vor. Nun fordert die Gewerkschaft eine zweijährige Laufzeit und weitere Details, die über den Schlichterspruch hinausgehen.

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