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Flughafen Köln Bonn Terminal 1

© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0

12.04.2017

Vorfälle am Flughafen Köln/Bonn Kötter-Chef spricht von unentschuldbaren Fehlern

„Das ist nicht zu entschuldigen. Wir stellen uns der Verantwortung.“

Düsseldorf – Der Chef der Essener Sicherheitsfirma Kötter, Friedrich Kötter, hat sich in einem Interview erstmals ausführlich zu den jüngsten Vorfällen am Flughafen Köln/Bonn geäußert. „Es hat Fehler, Unaufrichtigkeiten, falsche Angaben und Versäumnisse gegeben“, sagte Kötter der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Das ist nicht zu entschuldigen. Wir stellen uns der Verantwortung.“

Zugleich sagte Kötter, es sei falsch, „viele aufrichtige und zuverlässige Mitarbeiter zu verunglimpfen, wenn einige wenige Fehler gemacht – oder gar böswillig manipuliert haben“. Es sehe nach dem Versagen von ein oder zwei Ausbildern aus.

Kötter-Mitarbeitern der Personal- und Warenkontrolle waren angeblich Schulungszertifikate ausgestellt worden, obwohl keine entsprechende Sicherheitsfortbildung stattgefunden hatte. Das Landesverkehrsministerium und die Bezirksregierung Düsseldorf stellten daraufhin Strafanzeige. Im Zuge der Affäre tauchte dann ein Schreiben auf, in dem Mitarbeiter gegen einen Betriebsleiter unter anderem Korruptionsvorwürfe erhoben.

Der Flughafen und Kötter einigten sich kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe auf eine vorzeitige Aufhebung des Vertrags für Ende Januar 2018. Durch das vorzeitige Ende des Auftrags gehen der Firma Kötter nach eigenen Angaben rund sechs Millionen Euro Umsatz verloren.

Der Unternehmenschef kündigte schnelle und harte Konsequenzen an: „Wir setzen zunächst bei den Kontrollmechanismen an. Es hätte früher auffallen müssen, dass es Manipulationen gegeben hat. Wir werden alle betroffenen 160 Mitarbeiter in den kommenden acht Wochen nachschulen.“

Zu den Vorwürfen gegen den Betriebsleiter sagte Kötter: „Auch hier gilt: Wir bleiben gründlich und fair. Die interne Revision befragt alle Beteiligten. Sollte es ein Fehlverhalten gegeben haben, werden wir hart durchgreifen. Aber wir werden niemanden vorverurteilen, der womöglich nur anonym diskreditiert werden sollte.“

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