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20.04.2015

Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer IZA-Direktor für Neuausrichtung der Asyl- und Flüchtlingspolitik

„Ein Versteckspiel einzelner Länder ist dann unmöglich.“

Berlin – Angesichts der neuesten Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer hält der Direktor des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), Klaus Zimmermann, eine Neuausrichtung der deutschen und europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik für dringend geboten. „Die nicht endenden humanitären Katastrophen im Mittelmeer sind eine Blamage und Schande für ganz Europa“, sagte Zimmermann dem „Handelsblatt“ (Onlineausgabe).

Da eine weitere Verschärfung der Gesamtsituation drohe, müsse die Situation endlich als Gesamtproblem der Europäischen Union angesehen werden, sagte Zimmermann weiter. „Das bedeutet: Die Rettung von Boatpeople kann nicht allein der italienischen Marine überlassen werden, sondern auch andere Länder müssen sich engagieren.“

Eine gerechtere Verteilung der Flüchtlinge kann aus Zimmermanns Sicht durch feste Quoten zwischen den europäischen Ländern erreicht werden, die sich beispielsweise an der Bevölkerungsgröße und Wirtschaftskraft orientieren. „Ein Versteckspiel einzelner Länder ist dann unmöglich.“

Der EU empfiehlt Zimmermann mit den Ursprungsländern Abkommen über „zirkuläre temporäre Arbeitsmigrationen“ zu schließen, um eine humane Alternative zur Flüchtlingsthematik zu bieten. Das Gebot der Stunde sei, auch Flüchtlinge und Asylsuchende frühzeitig in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

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