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Thomas de Maizière

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30.01.2015

Flüchtlings-Debatte De Maizière kritisiert Kirchenasyl

„Als Verfassungsminister lehne ich das Kirchenasyl prinzipiell und fundamental ab.“

Berlin – In der Flüchtlingsdebatte verschärft sich der Ton zwischen Union und katholischer Kirche: Bei einem Treffen des CDU-Präsidiums mit 19 deutschen Bischöfen am Dienstag in Berlin rügte Bundesinnenminister Thomas de Maizière die Kirchenleute dafür, dass sie einzelnen Flüchtlingen, die von der Abschiebung bedroht sind, Unterschlupf gewähren, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

„Als Verfassungsminister lehne ich das Kirchenasyl prinzipiell und fundamental ab“, sagte de Maizière. Zwar habe er als Christ Verständnis dafür, dass die Kirchen „in Einzelfällen“ unter dem Gesichtspunkt des Erbarmens Flüchtlinge aufnehmen würden. Dennoch gehe es nicht, dass sie sich eigenmächtig über bestehende Gesetze hinwegsetzten.

Der in der deutschen Bischofskonferenz für Migration zuständige Hildesheimer Bischof Norbert Trelle hatte das Kirchenasyl bei dem Treff mit CDU-Politikern und Kanzlerin Angela Merkel zuvor als „Ultima Ratio“ bezeichnet.

Derzeit finden in bundesweit 200 Kirchen mindestens 359 Menschen Zuflucht, darunter 109 Kinder.

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