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Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber

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19.08.2015

Flüchtlinge Bundesregierung gibt 12 Millionen für „Willkommensprogramm“

„Wir werden die Kommunen und all jene unterstützen, die vor Ort helfen wollen.“

Berlin – Die Bundesregierung will jungen Flüchtlingen den Start in Deutschland erleichtern und hierfür „Willkommensaktionen“ fördern. 12,2 Millionen Euro stellt das Familienministerium für das bis 2018 angelegte Programm „Willkommen bei Freunden“ bereit, wie die „Welt“ berichtet. Mit der Aktionswoche „Zusammenspiel – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ soll das im Frühsommer aufgelegte Programm einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) sagte der „Welt“: „Wir werden die Kommunen und all jene unterstützen, die vor Ort helfen wollen, um die Flüchtlinge in unserem Land willkommen zu heißen: Willkommen bei Freunden.“ Sie erklärte weiter: „Wir stehen in Deutschland vor Aufgaben, die Politik und Wirtschaft alleine nicht lösen können. Ohne Menschen, die sich engagieren, werden wir die Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, nicht aufnehmen können“, so die SPD-Politikerin.

Die Organisation von Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge sei zwar Aufgabe der Politik. Richtig ankommen würden die Flüchtlinge aber nur dann, wenn sich andere Menschen ihrer annähmen, so Schwesig weiter. „Wenn sich Menschen konkret um andere Menschen kümmern, dann wird deutlich: Da kommen nicht Tausende von Fremden, eine anonyme Menge. Da kommen Männer und Frauen, Kinder und Jugendliche, die man kennenlernen kann, die etwas brauchen und etwas geben können.“

Um den Kommunen bei dieser Aufgabe zu unterstützen, hat die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, die bei dem Willkommensprogramm federführend ist, sechs regionale Servicebüros in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, Magdeburg und München eingerichtet. Sie haben am 1. August ihre Arbeit aufgenommen und sollen Städten und Landkreisen dabei helfen, jungen Flüchtlingen den Start in Kita und Schule zu erleichtern und sie beim Übergang ins Berufsleben zu begleiten. Sie bieten Beratung und Qualifizierung für Mitarbeiter kommunaler Einrichtungen an und unterstützen bei der Etablierung lokaler Bündnisse aus Behörden, Vereinen sowie Bildungs- und Flüchtlingseinrichtungen vor Ort.

Eine direkte finanzielle Förderung einzelner Projekte gibt es aber nicht. „Die Kinder und Jugendlichen, Frauen und Männer sind aus ihrer Heimat vor Krieg, Verfolgung und Armut geflohen. Wir wollen dafür sorgen, dass die nächsten Wege leichter werden“, so Schwesig. „Es freut mich sehr, dass sich so viele Menschen in den Städten und Gemeinden für Flüchtlinge engagieren wollen“, sagte sie.

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