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Fischer will wachsen

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19.01.2012

Unternehmen Fischer will wachsen

Neuer Firmenchef Jörg Klaus Fischer schaut entspannt auf 2012.

Stuttgart/Waldachtal – Die Fischer-Gruppe soll nach Willen des neuen Chefs Jörg Klaus Fischer 2012 weiter wachsen und mehr für die Außendarstellung tun. “Wir sind auf Expansionskurs und planen, Stellen zu schaffen”, sagte der 1976 geborene Fischer am Donnerstag in Stuttgart.

Er hatte vor einem Jahr den Vorsitz der Geschäftsführung der Fischerwerke übernommen. Damit befindet sich das Unternehmen, das Befestigungssysteme entwickelt, der Autoindustrie zuliefert, Technikbaukästen verkauft und andere Unternehmen berät, in dritter Generation im Familienbesitz.

Fischer sieht auch bei einer sich abschwächenden Konjunktur entspannt auf das Jahr 2012. “Wir sind profitabel, haben die höchsten für Familien-Unternehmen erreichbaren Rankings und können uns selbst finanzieren”, sagte er. 2011 setzte die Fischer-Gruppe 606 Millionen Euro um, das war eine Steigerung um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zahl der Beschäftigten legte um sieben Prozent auf 3.900 Mitarbeiter zu.

“Ich sehe auch nicht wirklich einen Grund, wenn sich die Politiker in der Eurozone zusammenraufen, dass es zu dramatischen Einbrüchen kommt”, sagte er. Auf das begonnene Jahr blicke er “optimistisch-realistisch”.

“Vor allem in Asien, Lateinamerika sowie in Osteuropa wollen wir stärker werden”, sagte Fischer. Insbesondere Asien und Lateinamerika wachsen nach seinen Worten “in dramatischer Form”. Die Gruppe mit Sitz in Waldachtal südlich von Stuttgart ist heute in 32 Ländern vertreten und vertreibt ihre Produkte in über 100 Länder. Aber auch im Produktportfolio sehe er Wachstumschancen.

Unsicherheiten gibt es im Autozuliefererbereich, der mit 17 Prozent zum Umsatz der Gruppe beiträgt. Die Automobilkonjunktur ist großen Schwankungen unterworfen. Zudem ist das Kräfteverhältnis zwischen Autobauer und Zulieferer zumeist unausgewogen. “Wir geben uns große Mühe, den Bereich zu halten”, sagte Fischer. Das Unternehmen mache sich aber auch Gedanken, wie man die dort gewonnenen Erfahrungen womöglich auf andere Felder ausweiten könne. Beispiele nannte er nicht.

Zudem wolle das Unternehmen das Marketing ausweiten. Wie genau, werde noch geprüft, auch Fernsehspots seien nicht ausgeschlossen. Zuletzt hatte Fischer in den 1990er Jahren für seine Fischertechnik-Kästen im Fernsehen geworben.

Fischer, der im vergangenen Jahr das operative Geschäft von seinem Vater Klaus übernommen hatte, bekannte sich klar zum Standort Waldachtal. “Waldachtal ist unsere Wiege und bleibt unser Zentrum”, sagte er. Vater Klaus ist nach wie vor mit 98 Prozent der Anteile Inhaber des Unternehmens. “In diesem Jahr sind erste Anteilsübertragungen angedacht”, sagte der neue Firmenchef. Es gebe aber keinen konkreten Plan.

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