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Fischbach für Beendigung von Babyklappen

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04.03.2012

Mängel Fischbach für Beendigung von Babyklappen

Familienpolitikerin fordert „ein Gesetz für die vertrauliche Geburt“.

Berlin – Die stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, die Familienpolitikerin Ingrid Fischbach (CDU), hat angesichts zahlreicher Missstände bei Babyklappen und anonymen Geburten für die Beendigung dieser Angebote plädiert. „Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass in Deutschland keine neuen Babyklappen eröffnet werden dürfen, dass die bestehenden Projekte allmählich auslaufen sollten und möglichst rasch klare Vorschriften erhalten müssen“, sagte Fischbach der „Welt am Sonntag“. Zugleich forderte sie „ein Gesetz für die vertrauliche Geburt, bei der eine Frau im Krankenhaus entbindet und ihre Daten einige Jahre lang unter Verschluss gehalten werden“.

Anlass der Forderungen ist eine neue Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums. Demnach bestehen bei zahlreichen Trägern der schätzungsweise 220 Angebote erhebliche Mängel. Von den mindestens 973 Kindern, die dort seit 1999 anonym abgegeben oder geboren wurden, ist bei gut 20 Prozent völlig unklar, was aus ihnen geworden ist, ob sie von den Müttern zurückgenommen oder von anderen Personen adoptiert worden sind. Viele Träger arbeiten ohne Kooperationsverträge mit den Jugendämtern. 20 Prozent der vom DJI angeschriebenen Träger anonymer Angebote verweigerte die Teilnahme an der Studie.

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