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Flagge von Griechenland

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16.01.2013

Griechenland-Krise Finanzminister erwartet bereits 2013 die Wende

„Wir brauchen in der Euro-Zone eine gemeinsame Schuldenpolitik.“

Athen – Der griechische Finanzminister Giannis Stournaras rechnet damit, dass sein krisengeplagtes Land nach fast sechs Rezessionsjahren 2013 zum Wachstum zurückkehrt. Unter dem Strich werde zwar in diesem Jahr das Bruttoinlandsprodukt erneut schrumpfen. „Aber wir werden 2013 die Talsohle durchschreiten und gegen Ende des Jahres zum Wachstum zurückkehren“, sagte Stournaras dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe).

Auch bei der Haushaltskonsolidierung sieht der Athener Finanzminister sein Land auf einem guten Weg: „Wir haben 2012 die Defizitvorgaben erstmals seit Beginn der Krise nicht nur erreicht, sondern sogar leicht übertroffen“, unterstrich Stournaras. In diesem Jahr werde Griechenland möglicherweise sogar einen Primärüberschuss (ohne Schuldendienst) ausweisen. Damit würde sich auch die Möglichkeit weiterer Erleichterungen bei den Schulden eröffnen, etwa durch niedrigere Zinsen für die bereits gewährten Hilfskredite, sagte Stournaras.

Euro-Bonds vertretbar

Als Antwort auf die Euro-Krise fordert Stournaras eine Vertiefung der politischen und wirtschaftlichen Union: „Wenn wir den Euro bewahren wollen, muss aus der Währungsunion eine echte Föderation werden, eine Wirtschaftsunion“. Wenn die Budgets aller Euro-Staaten einer strengen, gemeinsamen Kontrolle unterlägen, halte er auch Euro-Bonds für vertretbar. „Wir brauchen in der Euro-Zone eine gemeinsame Schuldenpolitik“, sagte Stournaras.

Der griechische Finanzminister unterstrich den politischen Willen der Regierung in Athen, die früher vernachlässigten Privatisierungen jetzt voranzutreiben. Es gebe bereits großes Interesse der Investoren, sagte Stournaras. Gute Möglichkeiten für Investitionen sieht er unter anderem im Tourismus, im Energiesektor, in der Logistikbranche, der Landwirtschaft und bei Umwelttechnologien.

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