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Facebook-Nutzer am Computer

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21.09.2013

Finanzmanager Facebook richtet volkswirtschaftliche Schäden an

Wenn etwas verboten werden müsste, sollte man bei Facebook anfangen.

Berlin – Der deutsche Hedgefondsmanager Karsten Schröder geht hart mit dem sozialen Netzwerk Facebook ins Gericht: „Das soziale Netzwerk richtet volkswirtschaftliche Schäden an. Es hält die Menschen von der Arbeit ab, macht die Jugend gaga“, sagte Schröder der „Welt“.

Wenn etwas verboten werden müsste, sollte man bei Facebook anfangen und nicht bei Hedgefonds, so der gebürtige Rostocker, der mit seiner in der Schweiz beheimateten Gesellschaft Amplitude Capital 1,6 Milliarden Dollar an Kundengeldern verwaltet. Zumal er sich frage, ob Facebook nicht auch ethisch verwerflich sei, wenn er sich „manche Inhalte anschaue, die dort verbreitet werden“, so der 35-Jährige.

Schröder wehrte sich zudem gegen den Vorwurf, Hedgefonds würden nichts zur Weltwirtschaft beitragen, sondern einzig das Ziel verfolgen, aus viel Geld noch mehr Geld zu machen. „Wir stellen den Finanzmärkten Kapital zur Verfügung und damit Liquidität – so wie viele andere Handelsteilnehmer auch. Je mehr Liquidität da ist, desto besser sind die Preise und desto besser können die Märkte ihre Funktion als Kapitalquelle für Unternehmen und Staaten erfüllen“, sagte er der „Welt am Sonntag“ weiter.

Zudem liege das Verlustrisiko anders als bei Banken alleine bei den Hedgefondsbetreibern und ihren Kunden. „Hedgefonds sind in den vergangenen Jahren reihenweise pleitegegangen, doch kein Staat ist auch nur für einen eingesprungen“, so Schröder. Darüber beschwere er sich nicht. Das sei Teil des Kapitalismus. „Ansonsten haben wir eine Planwirtschaft wie in der DDR.“

Dass es generell in der Finanzindustrie in den vergangenen Jahren Fehlentwicklungen gab, räumte Schröder ein. Er sagte: „Ja, es ist vieles falsch in der Finanzindustrie gelaufen, und ja, einzelne Finanzmarktteilnehmer haben Grenzen überschritten, und ja, Steuerzahler mussten mit Milliarden helfen.“

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