newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Bundesagentur für Arbeit
© über dts Nachrichtenagentur

Finanzbericht Arbeitsagentur rechnet mit 36,2 Milliarden Euro Verlust

Man werde finanzielle Unterstützung aus dem Bundeshaushalt benötigen.

Nürnberg – Die Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet allein in diesem Jahr mit einem Defizit von 30,5 Milliarden Euro. Das geht aus einem Finanzbericht der Arbeitsagentur für den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, über den das „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe) berichtet.

„Für das laufende Jahr geht die Einschätzung davon aus, dass durch die Coronakrise und die damit verbundenen Interventionen bei arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (insbesondere Veränderungen beim Kurzarbeitergeld) ein erhebliches Defizit entsteht“, heißt es in dem Papier.

Für das kommende Jahr rechnet die Arbeitsagentur in ihrem Bericht mit einer wirtschaftlichen Erholung. Deshalb geht auch der Verlust zurück, berichtet das „Handelsblatt“. Das Defizit werde im kommenden Jahr bei 4,4 Milliarden Euro liegen, heißt es in dem Papier. Für 2022 rechnet die Arbeitsagentur dann mit einem Minus von 1,3 Milliarden Euro. Insgesamt wird das Defizit durch die Coronakrise bis einschließlich 2022 bei 36,2 Milliarden Euro liegen.

Aufgrund der hohen Belastungen wird die Arbeitsagentur finanzielle Unterstützung aus dem Bundeshaushalt benötigen, berichtet das „Handelsblatt“ weiter. Die Arbeitsagentur verfügt über eine Rücklage von 25,8 Milliarden Euro. Bei einem prognostizierten Verlust von 30,5 Milliarden wird sie in diesem Jahr 4,7 Milliarden Euro benötigen.

Hinzu könnte noch eine Überbrückungshilfe aus dem Bundeshaushalt kommen, denn die Arbeitsagentur kann ihre Rücklage nicht direkt nutzen. Rund 9,1 Milliarden Euro seien „erst im Jahr 2021 verfügbar, da die Mittel überwiegend in terminierten Tages- und Kündigungsgeldern angelegt sind“, heißt es in dem Bericht. Dafür könnte die Arbeitsagentur entsprechend ein Darlehen aus dem Bundeshaushalt benötigen.

Die Arbeitsagentur geht in dem Finanzszenario davon aus, dass im Jahr 2020 durchschnittlich 2,2 Millionen Personen in Kurzarbeit sein werden. Die Arbeitslosigkeit liegt demnach bei 2,6 Millionen Personen. Die Prognosen seien aber „mit erheblichen Unsicherheiten“ behaftet, heißt es in dem Papier.

25.05.2020 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

Streit um Riester Rente DGB fordert Regierung zu Kehrtwende auf

In der Debatte um die Zukunft der umstrittenen Riester-Rente fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund die Bundesregierung zu einer Kehrtwende auf. "Statt weiter erfolglos an Riester herumzudoktern, sollte die Bundesregierung besser und sinnvoller die gesetzliche ...

Bundesagentur für Arbeit Entgelte im Jahr 2020 nur leicht gestiegen

Das Medianentgelt aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten lag im vergangenen Jahr bei 3.427 Euro. Gegenüber dem Jahr 2019 sind die Löhne und Gehälter damit um 26 Euro gestiegen, dem geringsten Anstieg seit dem Jahr 2009. Damals stiegen die Entgelte ...

Studie Mehrheit der Deutschen will früher in Rente

Neue Berufskrankheiten Lungenkrebs und Hüftgelenksarthrose

DGB Aussagen zu Rentensteigerungen „Märchen“

Debatte über höheres Renteneintrittsalter Jeder Fünfte stirbt vor Erreichen des 69. Lebensjahres

BA-Chef Scheele Kurzarbeit wird Bundesagentur noch bis Ende 2022 belasten

"Bürokratischer Aktionismus" Arbeitgeber kritisieren neue Homeoffice-Verordnung

Bundesagentur-Chef Scheele „Zweiter Lockdown wäre furchtbar“

Wegen Corona-Krise Familienunternehmer fordern Abschaffung der Rente mit 63

VdK Sozialverband fordert 13 Euro Mindestlohn

Arbeitszeitverstöße in Schlachthöfen NRW-Arbeitsminister will deutlich höhere Bußgelder

#CoronaEltern Vor allem Mütter stecken im Job zurück

DRV Kaum Renteneinbußen durch Kurzarbeit

Aufruf Sozialbündnis fordert 100 Euro Corona-Zuschlag für Bedürftige

Corona-Krise Verdi will Kurzarbeiter Pakete zustellen lassen

Lohnuntergrenze DGB beharrt auf 12 Euro Mindestlohn

BVMW Mittelstand gegen Recht auf Homeoffice

"Politische Ladenhüter" BDA gegen Anrecht auf Homeoffice

Corona-Pandemie Verbände fordern Steuervorteile für Arbeitnehmer im Homeoffice

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »