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Fernsehinterview: Wulff räumt schwere Fehler ein

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04.01.2012

Wulff Fernsehinterview: Wulff räumt schwere Fehler ein

Berlin – Bundespräsident Christian Wulff hat in einem Fernsehinterview schwere Fehler eingeräumt.

Im Gespräch mit der ARD und dem ZDF erklärte das Staatsoberhaupt, dass der Anruf bei „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann „ein schwerer Fehler“ gewesen sein, für den er sich entschuldige. Weiterhin sei ein derartiger Anruf mit seinem eigenen Amtsverständnis nicht vereinbar, räumte Wulff ein. Einen Rücktritt schloss der Bundespräsident allerdings aus.

„Ich nehme meine Verantwortung gerne wahr. Ich habe sie für fünf Jahre übernommen und ich möchte nach fünf Jahren eine Bilanz vorlegen, dass ich ein guter, erfolgreicher Bundespräsident war“, sagte Wulff in dem Fernsehinterview. Auch habe er in den vergangenen Wochen große Unterstützung seitens der Bevölkerung erhalten.

Der Bundespräsident habe mit dem Anruf die Berichterstattung über seinen Hauskredit überdies nicht verhindern, sondern lediglich um einen Tag verschieben wollen. Den Anruf selbst begründete Wulff auch damit, dass er seine Familie schützen wollte.

Wulff bat in dem Gespräch darum, sein Vorgehen menschlich zu verstehen, auch vor dem Hintergrund der Belastungen für seine Familie. Er habe da auch eine Schutzfunktion gesehen. Dies gelte auch für die „Fantasien“, die im Internet über seine Frau, Bettina Wulff, verbreitet würden, so der Bundespräsident.

Für den stellvertretenden Fraktionschef der SPD, Hubertus Heil, gibt es auch nach dem Interview von Wulff noch offene Fragen. Dass sich der Bundespräsident am Mittwoch den Fragen von zwei Journalisten gestellt habe, sei überfällig gewesen, so Heil. Dennoch reiche dieses Interview nicht aus, da weiterhin offen sei, welches Amtsverständnis ein Bundespräsident habe, der kritische Berichterstattung zu unterbinden versuche.

Der designierte FDP-Generalsekretär Patrick Döring forderte nach dem Fernsehinterview hingegen ein Ende der öffentlichen Debatte um den Bundespräsidenten.

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