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Philipp Rösler

© über dts Nachrichtenagentur

30.12.2012

Parteienforscher FDP schafft es mit Rösler nicht in den Bundestag

„Der derzeitige FDP-Vorsitzende Rösler ist der falsche Mann.“

Berlin – Mehrere führende Meinungs- und Parteienforscher glauben nicht, dass die FDP unter ihrem derzeitigen Vorsitzenden Philipp Rösler den Einzug in den nächsten Bundestag schaffen wird.

Der Direktor des Centrums für angewandte Politikforschung an der Universität München, Werner Weidenfeld sagte der „Bild am Sonntag“: „Der derzeitige FDP-Vorsitzende Rösler ist der falsche Mann. Er hat Zeit gehabt, die Partei aus ihrem Tief zu holen. Aber er hat es nicht geschafft.“

Der Chef des Meinungsforschungsinstituts Emnid, Klaus-Peter Schöppner, empfiehlt der FDP „auf einen harten Wirtschaftskurs und Köpfe wie Wolfgang Kubicki und Christian Lindner“ zu setzen.

Union stärkste Kraft

Einig sind sich die Forscher darin, dass die Union als stärkste Kraft aus der Wahl hervorgehen wird. Nach Ansicht von Emnid-Chef Schöppner habe die SPD derzeit nur bei gröbsten Fehlern der Kanzlerin eine Chance, noch an der Union vorbeizuziehen. Der Münchner Parteienforscher Werner Weidenfeld sieht das ähnlich: „Ein Kollaps des Euro würde die Union viele Stimmen kosten, weil der Merkel-Bonus dann nicht mehr ziehen würde.“

Deutsche wollen Große Koalition

Nach Ansicht Schöppners setzten die Deutschen auf eine große Koalition: „Die Wunschkoalition der Deutschen ist ganz klar ein großes Bündnis aus CDU/CSU und SPD“, so Schöppner. Die Wähler wollten eine Bündelung der besten Kräfte, eine seriöse Politik. „In unsicheren Zeiten haben die Menschen keinen Drang zu Experimenten.“

Einem schwarz-grünen Bündnis räumen die Experten wenig Chancen ein. Der Mainzer Parteienforscher Jürgen Falter: „Schwarz-Grün ist unwahrscheinlich. Die kulturellen Differenzen sind zurzeit einfach noch zu groß.“

Piratenpartei nicht im Bund

Auch an einen Einzug der Piratenpartei in den nächsten Bundestag galubt Falter derzeit nicht. „Die Piraten werden es ganz schwer haben. Der Anfangszauber ist vorbei und im Parlamentsalltag der Landtage stellen sie sich wie Dilettanten an.“

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