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FCK geht gegen antisemitische Beleidigungen vor

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27.02.2012

1. Bundesliga FCK geht gegen antisemitische Beleidigungen vor

Israeli Shechter am Sonntag verbal attackiert – Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Kaiserslautern – Fußball-Bundesligist 1. FC Kaiserslautern geht entschlossen gegen antisemitische Beleidigungen von Fans gegen den Profi Iltay Shechter vor. Der israelische Stürmer wurde am Sonntag beim Auslaufen aus einer kleinen Gruppe heraus wegen seiner Herkunft massiv beleidigt, zudem wurde der Hitler-Gruß gezeigt. Laut Vereinsangaben soll es sich bei der Gruppe um weniger als zehn Personen aus der alten Hooliganszene handeln, die seit Jahren Stadionverbot hat. „Wir haben die Polizei gebeten, den Vorfällen nachzugehen und sie strafrechtlich zu prüfen“, sagte FCK-Pressesprecher Christian Gruber der Nachrichtenagentur dapd am Montag. „Es kann sein, dass der Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt ist.“

Der Sprecher der Polizeidirektion Kaiserslautern, Wolfgang Denzer, bestätigte der dapd: „Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Allerdings steht die Aufklärung noch ganz am Anfang.“

FCK fordert Fans zur Mithilfe bei der Aufklärung auf

Außerdem fordert der FCK die am Sonntag anwesenden rund 300 Fans auf, bei der Aufklärung der Vorfälle mit Zeugenaussagen zu helfen, wie Vereinssprecher Gruber erklärte. Im Anschluss an die kurze Trainingseinheit war es am Sonntag zu einer Aussprache mit den Fans gekommen. Die anwesenden Anhänger waren wegen der schwachen Leistung der Lauterer bei der 0:4-Niederlage am Samstag bei Mainz 05 verärgert und hatten Spieler und Trainer aufgefordert, sich der Diskussion zu stellen. Dabei kam es zu den Anfeindungen gegen Shechter, der im Sommer von Hapoel Tel Aviv nach Kaiserslautern wechselte.

Die Verantwortlichen des Tabellen-17. äußerten sich geschockt über die Vorfälle. „Das sind in unseren Augen keine Fans“, sagte Lauterns Vorstandsvorsitzender Stefan Kuntz dem SWR-Fernsehen. „Rassismus hat hier bei uns, beim FCK, weder eine Zukunft noch eine Gegenwart.“ Trainer Marco Kurz erklärte ebenfalls unmissverständlich. „Solche Szenen sind beängstigend und in höchsten Maße zu verurteilen. Von so etwas distanzieren wir uns ganz, ganz kräftig.“

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