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Günter Wallraff

© über dts Nachrichtenagentur

30.10.2015

Fall Peter Kassig Günter Wallraff bot sich als Geisel für den „Islamischen Staat“ an

Die US-Botschaft allerdings sei nicht auf das Angebot eingegangen.

Köln – Enthüllungsjournalist Günter Wallraff hat sich nach eigenen Angaben 2014 als Austauschgeisel für den US-Amerikaner Peter Kassig angeboten, der als ehrenamtlicher Sanitäter in Syrien und im Nordirak arbeitete und von IS-Terroristen entführt worden war.

„Ich suchte Kontakt zur US-Botschaft und bot denen an, dass ich mich gegen ihn austauschen lasse“, sagte er dem Magazin der „Süddeutschen Zeitung“. Die US-Botschaft allerdings sei nicht auf das Angebot eingegangen und habe ihm keine Überlebenschancen gegeben. „Ich sagte, dass ich das anders sehe: Das würde die doch beschämen, dass einer freiwillig dahin geht, auch noch ein Älterer.“ Er habe selbst mit einem Drittel Überlebenschance gerechnet.

Wallraff bot auch an, das geforderte Lösegeld mit Hilfe einer privaten Spendensammlung aufzubringen, was ebenfalls abgelehnt wurde. „Inzwischen habe ich erfahren, dass die Amerikaner aus Prinzip kein Lösegeld zahlen und sogar Angehörige juristisch gezwungen haben, es zu unterlassen, das Lösegeld privat aufzubringen.“

Peter Kassig wurde vermutlich im November 2014 im Alter von 26 Jahren enthauptet. Allerdings gibt es auch unbestätigte Berichte, wonach er bei einem Luftangriff der Anti-IS-Koalition auf Tall Abyad ums Leben gekommen sein soll.

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