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Sebastian Edathy

© Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde

15.02.2014

Fall Edathy SPD-Verhalten „Hypothek für die Koalition“

„Die Parteivorsitzenden werden über diesen Punkt sprechen müssen.“

Berlin – Nach dem Rücktritt von Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich greift die CSU nun das Verhalten der SPD in der Affäre um Sebastian Edathy an. Die Chefin der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, sagte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“: „Dieses Verhalten ist natürlich eine Hypothek für die Koalition. Die Parteivorsitzenden werden über diesen Punkt sprechen müssen.“

Man müsse den Umgang der SPD-Parteispitze mit der vertraulichen Information, die Friedrich an SPD-Chef Gabriel weitergegeben habe, kritisch hinterfragen. Das gelte auch für die Frage, warum die SPD „einen vertraulichen Vorgang öffentlich gemacht hat“.

Hasselfeldt verteidigte den ausgeschiedenen Landwirtschaftsminister. Ob der Rücktritt aus juristischer Sicht notwendig gewesen sei, werde man wahrscheinlich erst in einigen Wochen oder gar Monaten wissen. „Hans-Peter Friedrich wollte die künftige Bundesregierung vor Schaden bewahren, das hat er auch erreicht“, sagte die CSU-Politikerin. Das habe auch der SPD-Vorsitzende Gabriel eingeräumt.

„Man stelle sich nur einmal vor, was passiert wäre, wenn der SPD-Vorsitzende nicht informiert worden wäre“, sagte Hasselfeldt. Dass nun derjenige den Schaden habe, der Schaden vermeiden wollte, sei sehr bitter, sagte Hasselfeldt.

Sie bedauere den Rücktritt von Friedrich sehr. Er sei „der richtige Mann im richtigen Amt“ gewesen. Einen Nachfolger werde die CSU zügig benennen. „Am Montag wird das klar sein“, sagte Hasselfeldt der Zeitung.

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