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20.11.2009

Facebook vor möglichem Börsengang 2010

Palo Alto – Facebook-Aktien könnten an der Börse bald heiß begehrt sein. Im Sekundärmarkt werden sie schon jetzt rege gehandelt, obwohl bisher noch kein Börsengang stattfand. Aktuelle und ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens kaufen und verkaufen Anteile der Online-Community etwa bei SecondMarket. Der rege Handel der Papiere trieb den Firmenwert seit Jahresmitte bereits auf rund 9,5 Mrd. Dollar. Experten erkennen darin nicht nur ein Zeichen der enormen Nachfrage für Titel der über 300 Mio. User starken Plattform. Darüber hinaus könnten die Handelsbewegungen den Sprung auf das Börsenparkett ankündigen.

Seit Jahresmitte hat der Wert der im Sekundärmarkt gehandelten Facebook-Papiere um 42 Prozent zugelegt. Zuletzt wechselten sie zu einem Preis von 21 Dollar den Besitzer, nachdem sie im Juli noch 14,77 Dollar gekostet hatten. Analysten rechnen nunmehr mit einem Initial Public Offering (IPO) innerhalb der kommenden zwölf bis 18 Monate, heißt es bei Bloomberg. Der anziehende Börsenwert und die Handelsbewegungen der Facebook-Anteile würden darauf hinweisen, dass der Markt „eher früher als später“ mit einem Börsengang rechnet.

Google-ähnlicher Hype

Innerhalb der vergangenen zwei Monate seien rund ein Dutzend Transaktionen von Facebook-Aktien im Sekundärmarkt durchgeführt worden. Angesichts des anhaltenden Hypes um die Web-2.0-Plattform rechnen viele mit einem ähnlich phänomenalen Erfolg eines IPOs wie beim Suchmaschinenriesen Google 2004. Der Wert des Konzerns stieg seither von 23 auf 183 Mrd. Dollar. Die Google-Aktie schloss gestern, Donnerstag, bei 573 Dollar.

Das Interesse des Marktes an einer Teilnahme an einem Facebook-Börsengang sei ähnlich groß. Dafür spreche etwa der im Frühjahr erfolgte 200 Mio. Dollar teure Einstieg der russischen Digital Sky Technologies. Der Investor bewertete Facebook damals mit zehn Mrd. Dollar und hatte angekündigt, weitere Anteile in Höhe von 100 Mio. Dollar im Fall eines Übertrags kaufen zu wollen. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte sich damals geäußert, ein IPO von seinem Unternehmen zu erwarten, wenngleich der Fokus damals nicht auf einem Börsengang gelegen habe.

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