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Edathy weist Kritik an seinem Verhalten zurück

© Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde

10.09.2011

Facebook-Affäre Edathy weist Kritik an seinem Verhalten zurück

„Sie können mich mal, war nicht höflich, aber passend und angemessen.“

Berlin – Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Rechtsexperte Sebastian Edathy hat Kritik an seinem Verhalten und seinem Tonfall im Zusammenhang mit der Verwendung umstrittener Fotos auf seiner Facebook-Seite scharf zurückgewiesen. „Ich muss doch nicht davon ausgehen, dass jeder Nerd, der mich auf Facebook uneingeladen antextet, Gegenstand bundesweiter Berichterstattung wird“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Dann hört es langsam auf. Dann brauchen Politiker diese sozialen Netzwerke nicht nutzen.“

Das alles sei „reine Kampagne“ und schlichtweg „lächerlich. Dass ich dann sage, Sie können mich mal, war nicht höflich, aber passend und angemessen. Ich wundere mich, dass so etwas Wellen schlägt. Wenn das der neue Maßstab ist, dann kann man auch ein Alkoholverbot in Kneipen fordern.“

Der Facebook-Nutzer Robert Kah, Inhaber einer Fotoagentur und Arzt, hatte den SPD-Politiker angeschrieben und kritisiert, die Veröffentlichung bestimmter Fotos auf seiner Facebook-Seite verletze das Urheberrecht. Dieser antwortete daraufhin: „Ich schlage vor, Sie verklagen mich oder lassen mich verklagen!“

Als Kah insistierte und schließlich wissen ließ, er habe Fotos und Dialog – bei Facebook – bereits publik gemacht, schrieb Edathy: „Sie können mich mal am Arsch lecken.“ Die Veröffentlichung der Fotos sei im Übrigen rechtens.

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