Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Digital - newsburger.de

Senatoren fordern Datenschutz-Anpassungen

© facebook

29.04.2010

Facebook Senatoren fordern Datenschutz-Anpassungen

Rücknahme einzelner Veränderungen gefordert.

Washington – Facebook kommt aus der Kritik rund um seine Datenschutzpolitik nicht heraus. Nachdem das Social Network vergangene Woche mit der Einführung neuer Funktionen bereits für Datenschutz-Bedenken gesorgt hatte, fordern nun vier US-Senatoren die Anpassung der neuen Privateinstellungen bzw. die Rücknahme einzelner Veränderungen. Vor allem das Feature „Instant Personaliziation“, das einigen Facebook-Partnern den Zugriff auf Nutzerdaten erlaubt, steht in der Kritik. Die vier Senatoren – alle Demokraten – zeigen sich besorgt darüber, dass die Funktion „jetzt Dritten ermöglichen wird, nicht nur auf die öffentlich zugänglichen Informationen der User zuzugreifen, sondern auch auf deren Freundeslisten und öffentlich zugängliche Informationen dieser Freunde“.

Opt-in statt Opt-out

Facebook-Nutzern steht die Möglichkeit zur Verfügung, die Funktion über Opt-out stillzulegen. Die Sentoren plädieren allerdings dafür, den umgekehrten Weg zu gehen. Facebook solle das Feature grundsätzlich ausgeschaltet lassen, bis sich ein Nutzer selbst dafür entscheidet, es zu autorisieren (Opt-in). Sorgen bereitet den Senatoren unter anderem auch, dass Drittanbieter nun Nutzerdaten von Facebook unbegrenzt speichern können. Das Social Network reagierte bereits auf die Kritik der Politiker, zeigt sich gesprächsbereit, aber sieht wenig Handlungsbedarf. „Die neuen Funktionen sind darauf ausgelegt, die Personalisierung zu steigern und soziale Aktivitäten im Internet zu bewerben. Gleichzeitig wird den Nutzern weiterhin uneingeschränkte Kontrolle darüber gegeben, welche Informationen sie teilen und mit wem.“

In ständiger Kritik

Facebook war bereits häufiger im Visier der Datenschützer und sorgte mit Änderungen bei den Privateinstellungen immer wieder für negative Schlagzeilen. Im vergangenen Dezember etwa legten US-Datenschützer Beschwerde bei der Verbraucherbehörde Federal Trade Commission (FTC) ein. Klare und einheitliche Regelungen, was Facebook machen ‚darf‘ und was nicht, fehlen bisher – insbesondere, da sich die Vorgaben in den USA, wo das Unternehmen beheimatet ist, stark von jenen hierzulande unterscheiden. „Im Prinzip können Seiten wie Facebook hier machen, was sie wollen und Bestimmungen nach Belieben ändern“, so Datenschützer Hans Zeger von der Arge Daten. Gleichzeitig wiederum habe sich Facebook in den USA dem Safe-Harbor-Abkommen unterworfen, wonach es zumindest bestimmte Datenschutzregelungen gibt, die eingehalten werden müssen.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© pte / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/facebook-senatoren-fordern-datenschutz-anpassungen-des-social-networks-10149.html

Weitere Nachrichten

WhatsApp

© WhatsApp Inc.

Telemediendienste BKA will gesetzliche Kooperationspflicht für WhatsApp & Co.

Angesichts zunehmender kryptierter Kommunikation von Terrorverdächtigen will das BKA eine gesetzliche Kooperationspflicht für WhatsApp und andere Provider. ...

Nokia Handy Micro USB

© Reinraum / gemeinfrei

Ansip und Oettinger Roaming-Gebühren fallen zum 15. Juni 2017

Die Roaming-Gebühren bei Reisen in der EU werden wie versprochen am 15. Juni 2017 abgeschafft. Das haben Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission und ...

Applestore

© N-Lange.de / CC BY-SA 3.0

Spionagesoftware Pegasus Regierung sieht IT-Konzerne in der Verantwortung

Nach der Enthüllung der Spionagesoftware Pegasus, die sämtlich Daten auf Apples iPhone abgreift, sieht die Bundesregierung vor allem die Techkonzerne in ...

Weitere Schlagzeilen