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FA-Cup-Aus in Liverpool für Sir Alex ein schwerer Schlag

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29.01.2012

Manchester FA-Cup-Aus in Liverpool für Sir Alex ein schwerer Schlag

Kuyt erzielt spätes Siegtor gegen Manchester United – Huth trifft für Finalist Stoke.

London – Ein spätes Gegentor, das Aus im ältesten Pokal-Wettbewerb der Welt – und das alles auch noch beim Erzrivalen: Alex Ferguson war nach der 1:2-Niederlage von Manchester United im FA-Cup am Samstag beim FC Liverpool sichtlich bedient. “Verlieren ist ein übler Schlag”, sagte der 70 Jahre alte Schotte, der als Teammanager in mehr als 25 Jahren mit den “Red Devils” schon einige schmerzhafte Erfahrungen hatte. “Ein Konter, und man verliert das Spiel. Das ist eine Sudden-Death-Situation”, sagte Ferguson.

Der eingewechselte niederländische Nationalstürmer Dirk Kuyt versetzte die große Mehrheit der 43.954 Zuschauer an der Anfield Road mit seinem Siegtor in der 88. Minute zum Einzug in das Achtelfinale in einen Rausch. Für einen Moment schienen sie zurückgekehrt, die guten alten Zeiten, als Liverpool das Maß aller Dinge im englischen Fußball war. “Es war eine fantastische Woche für die Spieler. Jeder hat die große Historie dieses Fußballklubs vor Augen und will ein Teil davon werden”, sagte der einstige Stürmerstar und jetzige Reds-Teammanager Kenny Dalglish. Dalglish schuf den Ruf dieser Institution aktiv mit, wurde mit dem Kultklub in der 70er und 80er Jahren unter anderem fünfmal englischer Meister und dreimal Europapokalsieger der Landesmeister.

Wenige Tage zuvor hatte Liverpool bereits das Finale des Liga-Cups erreicht, das traditionell in Wembley gespielt wird. Dort greift Liverpool gegen das zweitklassige Cardiff City am 26. Februar nach dem insgesamt achten Titelgewinn in diesem Wettbewerb. Der Pokalsieg wäre mit einem Platz in der Europa League verbunden. Das ansonsten sportlich unspektakuläre Duell, in dem Daniel Agger Liverpool zunächst in Führung und Ji-sung Park ausgeglichen hatte, hatte eine brisante Vorgeschichte. Der uruguayanische Stürmer Luis Suarez hatte Manchesters Patrice Evra rassistisch beleidigt und dafür eine Sperre von acht Spielen erhalten. Die Zuschauer pfiffen Evra bei jeder Ballberührung aus. Eine Spezialeinheit der Merseyside Polizei, die unter anderem bei rassistischen Auswüchsen ermittelt, nahm einen 59-jährigen Mann wegen einer möglichen rassistischen Geste in Evras Richtung fest.

Für den letztjährigen Cup-Finalisten Stoke City verlief der Pokaltag ebenfalls äußerst positiv. Der deutsche Ex-Nationalspieler Robert Huth erzielte neun Minuten vor dem Ende das Tor zum 2:0 beim Zweitligisten Derby County. Und Ex-Meister FC Chelsea benötigte einen verwandelten Foulelfmeter durch Juan Mata, um durch ein 1:0 beim Londoner Rivalen Queens Park Rangers in das Achtelfinale einzuziehen.

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