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EZB-Chefvolkswirt sieht allmähliche Stabilisierung in Europa

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25.01.2012

Finanzkrise EZB-Chefvolkswirt sieht allmähliche Stabilisierung in Europa

Skepsis gegenüber Ausweitung des Rettungsfonds EFSF – Keine Zinssenkung in Sicht.

Frankfurt/Main – Die krisengeschüttelte Euro-Zone kann sich nach Ansicht des neuen Chefvolkswirts der Europäischen Zentralbank (EZB), Peter Praet, Hoffnung auf eine langsame Erholung machen. “Immerhin gibt es Anzeichen, dass das Tempo des Abschwungs abnimmt und sich allmählich Stabilisierung einstellt”, sagte Praet der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. Im Winterhalbjahr werde es vermutlich aber nur “ein sehr schwaches Wirtschaftswachstum geben”, erklärte der Belgier.

Praet äußerte sich skeptisch zu einer Ausweitung des temporären europäischen Stabilisierungsfonds EFSF. “Größe zählt, aber noch wichtiger ist das Einstehen der Regierungen für Europa”, sagte er. Entscheidend sei, dass der Fonds möglichst schnell handlungsfähig wird. “Es gibt eine gesunde Diskussion zwischen denen, die mehr Geld fordern, und denen, die zuerst Strukturreformen und Konsolidierungsmaßnahmen sehen wollen”, sagte Praet. Jetzt gehe es um “Unterstützung, aber nicht ohne Reformen”.

Dass wirtschaftlich schwache Staaten den Euro aufgeben könnten, sei “überhaupt keine Option”, erklärte Praet. Die reformbedürftigen Länder hätten schon große Fortschritte gemacht.

Praet, der das Amt zu Jahresbeginn übernommen hatte, dämpfte Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen. Die Kreditkonditionen in einigen Teilen des Euroraums seien schon “sehr, sehr günstig”, sagte der EZB-Chefvolkswirt.

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