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Expertin: Modefrühling erlaubt Opulentes und Schlichtes

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14.01.2012

Mode Expertin: Modefrühling erlaubt Opulentes und Schlichtes

Retrolook bekommt neuen Schwung – Streifen, Karos und Kringel weiter im Trend.

Berlin – Die Fashion Week Berlin steht vor der Tür. Gezeigt wird diese Woche die Mode, die im Herbst/Winter 2012 Trends setzen soll. Doch diejenigen, die den Inhalt ihres Kleiderschrank eher spontan denn ein Jahr im Voraus planen, treibt vielmehr die Frage um: Was kann ich anziehen, wenn die Tage jetzt freundlicher werden und der schwarze Wintermantel in den Schrank verbannt wird?

“In diesem Frühjahr gibt es gleich mehrere Trends, beispielsweise den opulenten oder den sehr schlichten Stil”, sagt die Berliner Modeberaterin Carla Langner. Für nahezu alle Figuren, Altersgruppen und Persönlichkeiten sei etwas Passendes dabei. “Die Zeit, in denen pro Saison nur ein bestimmter Typ zum Zug kommt, ist definitiv vorbei”, verspricht die 30-Jährige.

Für Wagemutige haben die Modehäuser knalliges Rot, Pink, Orange und Gelb im Angebot. “Aber bitte nicht alles auf einmal”, mahnt Langner. Denn anders als im vergangenen Jahr sind gelbe Hosen zu grünem Pulli und knallroter Tasche in diesem Jahr nicht mehr hipp. “Lieber sollte man ein Teil mit kräftigen Farben mit gedeckteren Elementen kombinieren”, rät die Unternehmerin.

Nicht nur mit leuchtenden Farben, auch mit auffälligen Stoffmustern kann die modebewusste Frau im Frühling auf sich aufmerksam machen. Streifen, Karos und Kringel liegen nach wie vor im Trend. “Der Retrolook bekommt neuen Schwung”, sagt die die Modeexpertin. Die Flatterdresses der 20er Jahre, die Sanduhr-Schnitte aus den 50er Jahren und die A-Linie aus den 60er Jahren hätten die Modedesigner zu ihren Frühlingskollektionen inspiriert. Manches fällt aber auch aus den bisherigen Mustern heraus: “Auf einigen Stücken sind ganz reelle Gegenstände abgebildet, wie etwa Oldtimer oder Gemüsesorten”, sagt Langner. Auch das ist Teil des Fashion-Frühlings 2012.

Doch auch für Menschen, die sich nicht mit pinkfarbenen Pullovern und Karotten auf Kleidern anfreunden können, haben die Designer etwas in petto: Die schlichte Mode. “Diese ist an den Stil der 90er Jahre angelehnt”, erläutert Langner. So hat die Kleidung klare Linien, welche die Figur nicht zu sehr betonen. Auf große Kragen, Schmucknähte und Schnörkeleien wird verzichtet. “Dieser Stil ist eine Hommage an den Minimalismus”, fasst Langner zusammen.

Auch in puncto Farben gibt es eine dezente Alternative zu Knalligem. “Pastellfarben wie Apricot, Rose und Pistazie sind ebenfalls Trend”, erläutert Langner, die in Berlin Modedesign studiert hat. Nie etwas falsch machen könne man auch mit weißer Kleidung. “Das ist der Sommerklassiker schlechthin.”

Männern rät die 30-Jährige in diesem Frühjahr grundsätzlich eher zur Zurückhaltung. “So viele Farben wie bei den Frauen sind in den Abteilungen für Herren auch gar nicht vertreten”, sagt Langner. Es dominieren Weiß, Schwarz, Blau und Grau. “Selten habe ich so viele verschiedene Grautöne gesehen, wie derzeit”, stellt Langner fest.

Damit der eigene Look trotzdem etwas Schwung bekommt, dürfen sich sowohl Männer als auch Frauen in diesem Frühjahr nach Lust und Laune Accessoires bedienen. “Diese spielen eine wichtige Rolle und dürfen großzügig verwendet werden, auch im Materialmix”, sagt die Modeexpertin. Neben Ketten, Armreifen und Broschen mangelt es auch bei der Verschönerung des Kopfes nicht an passenden Produkten. “Es gibt diverse Haarreifen, Spangen, Blumen und Hüte – alles passt wieder zu der Nostalgiewelle und ist Trend”, weiß Langner.

Weniger zu empfehlen sind die riesigen Sonnenbrillen, die in den vergangenen Jahren bei Fashion-Victims für Begeisterung gesorgt haben. “Die haben ihre Zeit hinter sich, jetzt sind bunte Brillen gefragt”, verrät die Berlinerin. Mit dem Griff zu farbigen Gestellen, bunten Gläsern oder sogar beidem zusammen könne das Modebewusstsein unterstrichen werden.

Bei allen Trends rät die Modeexpertin dennoch, sich in erster Linie entsprechend des eigenen Typs einzukleiden: “Auf Teufel komm raus irgendeinem Trend hinterher zu jagen, der überhaupt nicht zu einem passt, ist einer der ganz wenigen Fehler, die man in diesem Mode-Frühjahr begehen kann”.

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