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Experten: Mehr als drei Millionen Arbeitslose im Januar

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24.01.2012

Prognose Experten: Mehr als drei Millionen Arbeitslose im Januar

Unternehmen wollen weiter Beschäftigung aufbauen.

Nürnberg – Die Zahl der Arbeitslosen hat im Januar nach Einschätzung von Experten wieder die Drei-Millionen-Marke überschritten. Hauptgrund hierfür sei, dass im Winter in den Außenberufen Personal entlassen oder nicht eingestellt werde, berichteten am Dienstag von der Nachrichtenagentur dapd befragte Volkswirte. Sie rechnen mit einem nicht bereinigten Anstieg der Arbeitslosenzahl um 300.000 bis 350.000. Werden die saisonalen Effekte herausgerechnet, sei ein weiterer Rückgang um 5.000 bis 20.000 zu erwarten.

Im Dezember war die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen um 67.000 auf 2,78 Millionen gestiegen. Saisonbereinigt ergab sich ein Minus um 22.000.

“Der Arbeitsmarkt wird etwas an Schwung verlieren, weil die Konjunktur nachgelassen hat”, erklärt Alexander Rees von UniCredit in München. Er erwartet für Januar einen Anstieg der Arbeitslosenzahl um 350.000, saisonbereinigt jedoch erneut ein kleines Minus um 5.000. “Das sind keine Zahlen, bei denen man sich Sorgen machen muss”, betonte er. Denn alles weise darauf hin, dass die Unternehmen in den nächsten Monaten quer durch alle Branchen weiter Beschäftigung aufbauen wollten. “Alles andere wäre eine Überraschung für mich”, fügte Rees hinzu.

Volkswirt Steffen Henzel vom Münchner Ifo-Institut prognostiziert einen wetterbedingten, nicht bereinigten Anstieg der Arbeitslosenzahl um 300.000 sowie einen saisonbereinigten Rückgang um 20.000. “Die Unternehmen haben weiterhin Interesse an neuen Mitarbeitern”, sagte er.

Von einer weiter steigenden Beschäftigung geht auch Rolf Schneider von Allianz Economic Research aus. “Der Rückgang der Arbeitslosigkeit wird anhalten”, erklärte er. Für Januar erwartet er einen Anstieg um 305.000 und nicht bereinigt ein Minus von ebenfalls 20.000. “Die Konjunktur hat sich stabiler entwickelt als gedacht”, sagte Schneider.

Die Januar-Daten gibt die Bundesagentur für Arbeit am 31. Januar in Nürnberg bekannt.

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