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Experten glauben nicht an Werks-Schließung

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08.02.2012

Opel Experten glauben nicht an Werks-Schließung

Imageschaden für Marke befürchtet.

Bergisch Gladbach – Deutsche Autoexperten sehen General Motors in Europa unter Druck, glauben aber nicht an eine Schließung des Opel-Werkes in Bochum. Für die dortige Fabrik gebe es einen Vertrag mit der Muttergesellschaft bis 2014, sagte der Leiter des Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen, Ferdinand Dudenhöffer, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd. “Den wird man mit hundertprozentiger Sicherheit nicht brechen”, sagte er. Auch Willi Diez, Professor am Institut für Automobilwirtschaft in Geislingen, sagte, er könne sich nicht vorstellen, “dass sie an das Werk herangehen”.

Das “Wall Street Journal” hatte zuvor berichtet, die Opel-Mutter GM erwäge Werkschließungen wegen hoher Verluste in Europa. Möglicherweise könne davon der Standort in Bochum mit 3.100 Beschäftigten betroffen sein. Der Opel-Betriebsrat wies auf den bestehenden Vertrag hin, wonach Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen für alle europäischen Standorte bis Ende 2014 ausgeschlossen sind.

Der Leiter des Center of Automotive in Bergisch-Gladbach, Stefan Bratzel, hält die erneuten Gerüchte über eine mögliche Schließung allerdings für schädlich. “Opel kommt nicht aus den Negativschlagzeilen raus”, sagte er. Bereits 2009 war das Bochumer Werk von einer Schließung bedroht. Wenn in diesem Jahr die Spekulationen wieder losgingen, dann sei das ein “Schrecken ohne Ende”, der auch dem Opel-Image schade.

Dabei ist GM nach einhelliger Meinung der Experten zum Handeln verdammt. “Die Auslastung von GM in Europa ist grundsätzlich zu gering”, sagte Bratzel. Dudenhöffer wies auf die Schwierigkeiten aller Autohersteller hin, die vorwiegend den stagnierenden europäischen Markt bedienen. Dazu gehören beispielsweise Peugeot oder Renault, aber auch Opel.

GM müsse Opel krisenunempfindlicher machen, sagte Dudenhöffer. Dazu gehöre es, den Autobauer flexibler aufzustellen und die Fixkosten herunterzuschrauben. Dazu könnten auch Werkschließungen zählen. Gleichzeitig müsse Opel mit neuen Innovationen Marktanteile gewinnen. Für das Bochumer Werk sei die Frage: “Was kommt nach dem Auslaufen des Vertrages an Fahrzeugen und Innovationen?”

Laut Bratzel ist das Werk zwar relativ alt und klein, kann aber durchaus auch in Zukunft eine Rolle im Konzern spielen. Das nötige Ingenieurswissen sei vorhanden. GM müsse verstärkt gemeinsame Plattformen nutzen, über die Kosten reduziert werden können. Dann müsse geprüft werden, ob Opel Bochum für den Weltmarkt produzieren kann.

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