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Griechisches Parlament

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11.02.2015

Experte Zugeständnisse gefährlicher als Euro-Austritt Griechenlands

Europäischen Regierungen sollten nicht auf die Forderungen eingehen.

Berlin/Athen – Der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats beim Bundesfinanzministerium, Thiess Büttner, hat die Euro-Staaten davor gewarnt, den Forderungen Griechenlands nachzugeben. Die neue griechische Regierung versuche, mit einer inszenierten Konfrontationsstrategie eine Neuverhandlung der Finanzhilfen zu erzwingen, schreibt Büttner in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe).

„Aus finanzpolitischen Erwägungen heraus sollten sich die europäischen Regierungen aber darauf nicht einlassen – auch wenn es zu einem Austritt Griechenlands aus dem Euro käme“, so der Ökonom.

Sollten die Europäer nachgeben, fürchtet Büttner Schaden für die Glaubwürdigkeit der europäischen Regeln. „Das Zugeständnis, die bestehenden Vereinbarungen aufzugeben, würde aber die im Zuge der Euro-Krise eingerichtete Sicherungsarchitektur beschädigen“, warnt der Ökonom, der an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg lehrt.

Die Euro-Rettungsfonds würden Finanzhilfen für Krisenländer nur unter Auflagen vorsehen. „Würde man dieses Prinzip aufgeben, würden aus Finanzhilfen einseitige Transfers“, so Büttner.

Zwar würde ein Austritt Griechenlands die Euro-Staaten stark belasten. Dies hält Büttner aber für weniger gefährlich, als die Glaubwürdigkeit der Rettungsprogramme und ihrer Konditionen zu beschädigen.

Büttner ist seit kurzem neuer Vorsitzender des unabhängigen Beratergremiums beim Bundesfinanzministerium.

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