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17.06.2015

Ex-Generalinspekteur Bundeswehr auf Bündnisfall nicht vorbereitet

„Wir haben offensichtlich die Lektionen des Kalten Krieges vergessen.“

Berlin – Der ehemalige Geneneralinspekteur der Bundeswehr, General a.D. Harald Kujat, hat die aktuelle Ausstattung der Bundeswehr aufgrund der mit Einsparungen verbundene Bundeswehr-Reform scharf kritisiert: „Wir sind nicht darauf vorbereitet, dass der mögliche Eintritt des Nato-Bündnisfalles, also ein Angriff auf die baltischen Staaten oder Polen, für die Bundeswehr zugleich Landesverteidigung bedeuten würde“, sagte Kijat in einem Interview mit dem Online-Portal von „Bild“.

Denn niemand könne „so blauäugig sein zu glauben, dass sich ein militärischer Konflikt auf Polen oder die baltischen Staaten begrenzen ließe, käme es wider Erwarten dazu.“ „Wir haben offensichtlich die Lektionen des Kalten Krieges vergessen“, kritisierte Kujat.

Bei der Bundeswehrreform sei davon ausgegangen worden, dass die Wahrscheinlichkeit der Landesverteidigung extrem gering sei. Dennoch „hätten der grundgesetzliche Auftrag und die Bündnisverpflichtungen Priorität haben müssen“, so der General a.D. In Wirklichkeit sei es um Einsparungen gegangen: „Bei allen großen Waffensystemen, etwa Panzern, wurde weniger beschafft, als selbst für die Ausbildung vonnöten gewesen wäre.“

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