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Ex-EZB-Chefvolkswirt Stark attackiert Notenbank-Strategie

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15.01.2012

Stark Ex-EZB-Chefvolkswirt Stark attackiert Notenbank-Strategie

Stark liefert nachträglich Gründe für seinen Rücktritt.

Hamburg – Der frühere Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Jürgen Stark, hat das Verhalten der Institution in der Euro-Krise heftig kritisiert und nachträglich die Gründe für seinen Rücktritt geliefert. In einem Abschiedsbrief werfe Stark seinen Ex-Kollegen im EZB-Rat vor, Entscheidungen getroffen zu haben, “die das Mandat der EZB ins Extreme gedehnt haben”, berichtet der “Spiegel”. Er sehe das Risiko, dass die Notenbank wegen ihrer Aufkäufe am Anleihemarkt zunehmend “unter fiskalischer Dominanz operiere”.

Es sei eine “Illusion zu glauben, dass die Geldpolitik große strukturelle und fiskalische Probleme in der Eurozone lösen kann”. Wann immer in der Geschichte sich eine Notenbank der Haushaltspolitik untergeordnet habe, musste sie Zugeständnisse bei ihrer eigentlichen Aufgabe machen, den Geldwert stabil zu halten, schrieb Stark demnach an die 1.600 Beschäftigten der Notenbank.

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