Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

Huber kritisiert von der Leyens Vorschlag

© Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde

24.08.2011

Euro-Rettung Huber kritisiert von der Leyens Vorschlag

Indirekt kritisierte Huber auch Bundespräsident Christian Wulff.

Berlin – Der ehemalige CSU-Chef und bayerische Finanzminister Erwin Huber hat den Vorschlag von Ursula von der Leyen, die Euro-Hilfen durch Pfand wie Gold abzusichern, scharf kritisiert. „Dieser Vorschlag ist nicht überlegt und schadet der Vertrauensbildung in die Hilfsmaßnahmen erheblich“, sagte Huber der Tageszeitung „Die Welt“. Frau von der Leyen ginge es wohl nur um einen Effekt, sie solle sich erst einmal beraten lassen. „In Währungs- und Finanzfragen sollten diejenigen, die nichts davon verstehen, lieber den Mund halten“, so Huber.

Indirekt kritisierte Huber auch Bundespräsident Christian Wulff. Er hatte die Ankäufe von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) nicht gutgeheißen. Die Ankäufe seien nicht gut, sagt Huber. „Man sollte aber nicht den Stab über die EZB brechen, weil sie einspringen muss, weil die Politik versagt hat“.

Den Vorschlag von Kanzlerin Angela, die in Aussicht gestellt hatte, dass irgendwann der Europäische Gerichtshof über die Einhaltung der Stabilitätskriterien befinden soll, hält Huber für richtig. „Man braucht automatische Sanktionen. „Die Idee, den Europäischen Gerichtshof mit einer Wächterfunktion zu betrauen, ist gut, auch wenn dafür Verträge geändert werden müssen.“

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/ex-csu-chef-huber-kritisiert-von-der-leyens-vorschlag-zur-euro-rettung-26565.html

Weitere Nachrichten

Sahra Wagenknecht Linke

© Sven Teschke / CC BY-SA 3.0 DE

Linke Wagenknecht warnt vor Eskalation im Verhältnis zu Russland

Die Linksfraktion im Bundestag fordert mit Blick auf Nato und EU "ein Ende der neuen Rüstungsspirale sowie der Sanktions- und Konfrontationspolitik ...

Spähpanzer Luchs

© Darkone / CC BY-SA 2.0

Militärausgaben SPD nennt Zwei-Prozent-Ziel der Nato abenteuerlich

Die Forderung der Nato, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigungszwecke auszugeben, hält die SPD für abenteuerlich. Im Gespräch mit ...

Rainer Arnold  und Frank Walter Steimeier

© Dirk Baranek / CC BY 2.0

SPD Union kündigt Verteidigungs-Konsens auf

Im Streit um die Reform der Parlamentsrechte bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr wirft die SPD dem Koalitionspartner Union einen "tiefen Bruch der ...

Weitere Schlagzeilen