newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Sigmar Gabriel
© über dts Nachrichtenagentur

Ex-Außenminister Gabriel „Der Westen ist derzeit ein Totalausfall“

Ausgerechnet China versuche nun, „dieses Vakuum zu nutzen“.

Berlin – Der ehemalige Bundesaußenminister und frühere SPD-Chef, Sigmar Gabriel, hat scharfe Kritik an der Rolle der USA und ihrer Verbündeten in der Coronakrise geübt.

„In früheren Pandemiefällen waren es doch die USA, die weltweit ihre Möglichkeiten zur Hilfe eingesetzt haben“, sagte Gabriel, der inzwischen als Nachfolger von Friedrich Merz dem transatlantischen Thinktank Atlantik-Brücke vorsitzt, der „Welt“ (Mittwochsausgabe). Der Westen und seine Führungsnation seien „derzeit ein Totalausfall.“ Ausgerechnet China versuche nun, „dieses Vakuum zu nutzen“, so der frühere Außenminister weiter.

Das Virus führe die politischen Schwächen deutlich vor Augen. „Das Coronavirus wirkt wie ein Brandbeschleuniger“, sagte Gabriel. Es sei „nicht nur gesundheitlich gnadenlos“, sondern zeige „auch gnadenlos unsere Schwächen: national, europäisch, international“, so der ehemalige SPD-Chef weiter.

Er verwies auf eine Umfrage, wonach 52 Prozent der Italiener China als ihnen am freundlichsten gesonnene Nation genannt hätten. „Auf die Frage nach dem größten Feind nennen 45 Prozent der Italiener Deutschland“, sagte Gabriel.

Zudem forderte er Peking zu einer Aufklärung der Ursprünge der Coronakrise auf. „China sollte möglichst schnell internationale Experten ins Land zu lassen, die die Ausbreitung des Virus untersuchen“, so der ehemalige Außenminister.

Die Aufklärung, woher das Virus stamme, wie es sich so schnell verbreitet habe und wie man hätte früher warnen können, sei „auch in Pekings Interesse“. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und der UN-Sicherheitsrat seien „die richtigen Gremien“, um sich damit zu befassen, sagte Gabriel der „Welt“.

29.04.2020 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

Sicherheitsexperte Weltraumkommando der Bundeswehr „bedeutsamer Schritt“

Der Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS), Ekkehard Brose, begrüßt die für diesen Dienstag geplante Indienststellung des Weltraumkommandos der Bundeswehr in Kalkar als einen "bedeutsamen Schritt". Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) sagte ...

Bayernpartei Europäische Zentralbank verspielt das letzte bisschen an Vertrauen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren geldpolitischen Kurs geändert. Nach ihrer gestrigen Sitzung verkündete sie ein Aufweichen des Inflationsziels. Nicht mehr knapp unter zwei Prozent, sondern genau zwei Prozent soll also künftig die Inflation betragen. ...

Fußball-EM Deutsch-Ungarische Gesellschaft kritisiert Stimmungsmache

CDU-Außenexperte Rückkehr Russlands in den Kreis der G7 vorerst unrealistisch

Nach Anzeige von Exilanten Lukaschenkos Regime unter „Beobachtung“

Kubicki zu Sturm auf Kapitol „Ein vergleichbarer Angriff wäre hier nicht möglich“

Wagenknecht Deutschen Trump verhindern

CDU Merz freut sich auf Treffen mit Team Biden

US-Autor T.C. Boyle Biden kann Spaltung Amerikas überwinden

Montgomery zu US-Corona-Plänen „Fraglich ob Biden das Ruder noch herumreißen kann“

Neugewählter US-Präsident SPD erwartet baldigen Deutschlandbesuch von Joe Biden

Verteidigungsausgaben SPD will mit Biden zu neuem Maßstab kommen

Röttgen zu US-Wahl „Es kann jetzt zu Gewalt kommen“

US-Präsidentschaftswahl 2020 Mehr als 141 000 Personen in Deutschland wahlberechtigt

Schulze Klimaschutzabkommen steht auch ohne USA

"Es wird wieder ernst" Österreich verschärft Corona-Maßnahmen

Bericht Deutschland nicht mehr Hauptziel der Asylsuchenden

"TikTok" Bundesamt ließ Video-App Tiktok auf Sicherheitsrisiken prüfen

CDU-Außenexperte US-Präsidentschaftswahl weiter offen

Maas Neuer US-Präsident bringt keine Kehrtwende in der Außenpolitik

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »