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Europas Automarkt kommt nicht in Fahrt

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17.01.2012

Auto Europas Automarkt kommt nicht in Fahrt

Jahresabsatz zum vierten Mal in Folge gesunken – Auch im Dezember weniger Pkw-Verkäufe.

Brüssel – Der europäische Automarkt ist 2011 im vierten Jahr in Folge geschrumpft. Der Absatz in der EU habe im vergangenen Jahr mit 13,1 Millionen Pkw um 1,7 Prozent niedriger gelegen als 2010, teilte der europäische Herstellerverband ACEA am Dienstag in Brüssel mit. Nach Angaben des Verbandes sank von Deutschland abgesehen in allen großen EU-Ländern der Verkauf neuer Pkw.

In Spanien wurden im vergangenen Jahr nach Angaben des Verbandes 17,7 Prozent weniger Pkw verkauft als 2010, in Italien 10,9 Prozent weniger und in Großbritannien 4,4 Prozent weniger. Auch in Frankreich sank der Absatz um 2,1 Prozent, während er sich auf dem größten Markt in Deutschland um 8,8 Prozent erhöhte. Auch in den Jahren 2008 bis 2010 waren die Verkäufe von Pkw in der EU bereits gegenüber den Vorjahren rückläufig.

Die Marktentwicklung im Dezember 2011 entsprach dem negativen Jahrestrend. Die Zahl der Neuzulassungen ging in den 27 EU-Staaten im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,4 Prozent auf 953.108 Pkw zurück, wie der Verband weiter erklärte. Der Absatz in Deutschland lag im Dezember mit 244.501 Autos um 6,1 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Dagegen brach der Dezember-Absatz in Frankreich um fast 18 Prozent auf 187.817 Wagen ein. Auch in Spanien lag er mit 111.212 Pkw um 15,3 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) verwies unterdessen auf die robuste Entwicklung des weltweiten Pkw-Markts. Der Weltmarkt für Neuwagen sei im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 65,4 Millionen Einheiten gestiegen, erklärte des VDA. Gegenüber dem Vorjahr sei der Absatz an Pkw und leichten Trucks in den USA um neun Prozent auf 1,24 Millionen gewachsen.

Nach Angaben des Verbandes erhöhte sich der Absatz in Indien um sechs Prozent auf 2,5 Millionen und in China um acht Prozent auf 12,2 Millionen Pkw-Neuzulassungen. In Russland legten die Verkäufe von Pkw und leichten Trucks sogar um 39 Prozent auf 2,7 Millionen Einheiten und in Brasilien um drei Prozent auf 3,4 Millionen Einheiten zu.

Rückläufig wie in der EU war der Pkw-Absatz dagegen nach Erdbeben und Tsunami in Japan. Mit 3,5 Millionen Fahrzeugen lag er dort um 16 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Der Renault-Konzern konnte seinen Absatz in Europa gegen den Markttrend um 6,8 Prozent steigern. 2011 sei mit weltweit 2,722 Millionen abgesetzten Autos ein Verkaufsrekord erzielt worden, teilte Renault in Brühl bei Köln mit. Das seien fast 100.000 Fahrzeuge mehr als im Vorjahr gewesen. Renault steigerte den Absatz außerhalb Europas um 19,2 Prozent.

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